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Organische Düngung

Gülletechnik: Alternative zur streifenförmigen Ausbringung gefordert

Gülle
Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Freitag, 25.10.2019 - 15:05

Ein breites Bündnis landwirtschaftlicher Verbände setzt sich für den Erhalt bewährter Technik ein.

München - In Bayern haben Verbände zu einem Bündnis zusammengefunden, die an sich nicht immer einer Meinung sind. In einem gemeinsamen Papier fordern die Arbeitsgemeinschaft für bäuerliche Landwirtschaft, der Bayerische Bauernverband, der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter, die Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern, der Arbeitgeberverband für die Land- und Forstwirtschaft in Bayern, der Fachverband Biogas, die Günzacher Landwirte, der Landesverband Bayerischer Rinderzüchter sowie der Landesverband Bayerischer Schafhalter die Bayerische Staatsregierung auf, einerseits die in der Düngeverordnung vorgesehenen Ausnahmen zu nutzen und andererseits alternative Verfahren zur Reduzierung von Ammoniakemissionen zuzulassen.

Gemäß Düngeverordnung dürfen Landwirte auf bestelltem Acker ab 2020 sowie auf Grünland ab 2025 Wirtschaftsdünger wie Gülle und Gärprodukte nur noch mit streifenförmiger Technik ausbringen, um Ammoniakemissionen zu senken. Doch die Technik hat nach Ansicht der Bündnispartner ihre Nachteile und stellt zahlreiche bayerische Betriebe vor enorme Probleme.

Die Verbände fordern daher von der Bayerischen Staatsregierung, dass alternativ zur streifenförmigen Technik auch andere emissionsmindernde Maßnahmen wie der Einsatz von Zusatzstoffen (z.B. Gesteinsmehl), Verdünnung, Ausbringung bei geringen Temperaturen oder einzelbetriebliche Messungen zum Nachweis geringerer Emissionen anerkannt werden.