Mahd

Grünlandernte - sauber, schnell und schonend

Bandschwader
Helmut Süß Portrait 2019
Helmut Süß
am Donnerstag, 18.07.2019 - 12:46

Um hochwertige Futterkonserven zu erzeugen, müssen die leistungsfähigen Bestände in ihrer optimalen Schnittreife möglichst schnell gemäht und konserviert werden.

In der Grünfutterernte schreitet die technische Entwicklung rasend schnell voran. Bei den Arbeitsschritten Mähen, Zetten, Schwaden und Bergen stehen die Entwicklungen oft mehr im Zeichen der Flächenleistung und weniger bei der Futterschonung.

Warum werden solche Arbeitsbreiten und Stundenleistungen angeboten? Um hochwertige Futterkonserven zu erzeugen, müssen die leistungsfähigen Bestände in ihrer optimalen Schnittreife möglichst schnell gemäht und konserviert werden. Für gute Futterqualitäten muss aber auch sauber gearbeitet werden, das heißt, die Geräte müssen richtig eingestellt werden, rund acht Zentimeter Schnitthöhe beim Mähen sind laut Experten ideal. Keine zu aggressive Geräteeinstellung und eine gute Bodenanpassung, das gilt vielleicht noch mehr für die nachfolgenden Arbeitsgänge, damit wenig Schmutzanteil ins Grüngut gelangt.

Die Flächenleistung setzt sich bekanntlich zusammen aus Fahrgeschwindigkeit und Arbeitsbreite. Doch wie sieht es mit der Arbeits- bzw. Silagequalität aus? Kann man wirklich noch gute Arbeit bei 20 Stundenkilometern auf der Wiese erledigen? Sollte man da nicht lieber den Schwerpunkt von der Schlagkraft hin auf die Qualität setzen? Denn am Ende will man ein gutes Futter erzeugen.

Gerade in der Tierhaltung hängt von einem guten Grundfutter letztlich die Wirtschaftlichkeit ab. Gute Silagequalitäten zu erreichen, kann insbesondere beim zweiten, dritten oder vierten Schnitt schwierig sein. Kann man die Futterqualität verbessern und gleichzeitig schlagkräftig ernten, auch bei den Folgeschnitten? Ein neuer Ansatz gerade für schwierige Verhältnisse könnte das wiederentdeckte Verfahren mit Pickup-Bandschwadern sein.

Denn die Qualität schlägt oft die Quantität. Gute Silage erreicht man nur durch gute Arbeitsqualität: beim Mähen, Schwaden, Bergen bis zum Verdichten im Silo. Schlechtes Futter ist das teuerste Futter.