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Cyber-Kriminalität

Fendt: Die Produktion läuft wieder

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Redaktion Wochenblatt
am Dienstag, 17.05.2022 - 13:00

Alle deutschen Fendt-Standorte haben nach dem Cyber-Angriff die Produktion wieder aufgenommen.

Fendt

Nach dem Hacker-Angriff auf den Landtechnikkonzern Agco konnte die Produktion nun wieder aufgenommen werden. Das teilte das Unternehmen mit. Von dem Hacker-Angriff waren mehrere Standorte betroffen.

Damit waren die Bemühungen des Unternehmens zur Wiederherstellung von Systemen und Geschäftsabläufen nach einem Ransomware-Cyberangriff, der am 5. Mai 2022 entdeckt wurde, erfolgreich.

Ein Großteil der betroffenen Produktionsstätten und Teilebetriebe hat in der 19. Kalenderwoche beziehungsweise am Montag, den 16. Mai, die Arbeit wieder aufgenommen. Das soll für alle Fendt-Standorte in Deutschland gelten.

Die Produktion von Massey Ferguson in Frankreich soll schon in der 19. Kalenderwoche angelaufen sein. Der Rest der Standorte wird voraussichtlich bis zum 20. Mai in Betrieb gehen.

Welche Folgen hat der Datenklau?

Das Unternehmen berichtete auch, dass es infolge des Ransomware-Cyberangriffs zu einer Datenexfiltration gekommen sei. Das bedeutet, das Daten des Unternehmens auf andere Computer oder Server kopiert wurden. Obwohl Agco keinen Einzelhandelsbetrieb ist und daher keine datenschutzgeschützten Verbraucherdaten hat, prüft das Unternehmen immer noch den Umfang und die Folgen des Datenverlusts.

Obwohl Schäden durch den Ransomware-Cyberangriff eine eingehendere und langwierigere Behebung und Wiederherstellung erfordern könnten, als derzeit erwartet, hofft das Unternehmen derzeit den Produktionsverlust durch den Hackerangriff durch eine Produktionssteigerung im restlichen Jahr 2022 wieder auffangen zu können.