Technikneuheiten

Fendt: Hightech auf dem Feld

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Helmut Süß
Helmut Süß
am Freitag, 11.09.2020 - 11:50

Fendt präsentiert in Wadenbrunn viele Neuheiten erstmalig im Praxiseinsatz.

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In Wadenbrunn findet normalerweise alle zwei Jahre der Saaten-Union/Fendt-Feldtag statt. Zigtausend Besuchern können dort die breite Palette an Fendt-Maschinen im Einsatz bestaunen. Doch die Veranstalter haben den nächsten großen Feldtag in Wadenbrunn auf 2022 verschoben. Heuer präsentierte Fendt dort den internationale Fachjournalisten einige Neuheiten im Praxiseinsatz – in Kleingruppen und gemäß den Hygienerichtlinien.

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Die Journalisten konnten dort die neuen Funktionalitäten selbst ausprobieren, beispielsweise das auf der Agritechnica vorgestellte Fendt ONE, das Feld- und Verwaltungsaufgaben verbindet. Das neue ganzheitliche Bediensystem umfasst die Aufgabenbereiche Planung, Ausführung und Verwaltung. Damit verknüpft Fendt erstmals die vertraute Arbeit auf dem Feld mit Planungs- und Verwaltungsaufgaben, die klassisch im Büro stattfinden. Kundennutzen und Bedienerfreundlichkeit standen bei der Entwicklung an erster Stelle. So ist die neue Bedienphilosophie jetzt für die gesamte Baureihe Fendt 300 Vario bestellbar. Denn der Bedarf nach einer übersichtlichen Bedienung und einem größeren Funktionsumfang steigt auch bei Kompakttraktoren.

Für alle Versionen

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Auch die 700er Baureihe geht mit dieser Bedienphilosophie für alle Ausstattungsvarianten in Serie. Neben der auf der Agritechnica vorgestellten Profi+ Version, ist sie nun auch in den Versionen Power, Power+ und Profi erhältlich. Dazu gehört auch die neue Armlehne samt neuem Multifunktions-Joystick und frei belegbaren Tasten. Der Fendt 700 Vario erfüllt die europäische Abgasnorm Stufe V. Weitere Traktorneuheiten werden Anfang Oktober präsentiert.

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Bereits jetzt hat sich der Fendt e100 Vario zu einem praxisgerechten, batterieelektrischen Traktor entwickelt. Fahreinsätze vor Ort mit angebauter Kehrmaschine zeigen, dass der aktuelle Stand der Entwicklung des Kompakttraktors Fendt e100 Vario vielversprechend ist und einen hohen Wirkungsgrad bei schonendem Umgang mit Ressourcen ermöglicht.

Ein weiteres Entwicklungsfeld der Fendt-Ingenieure ist die neueste Generation von Särobotern: „Der Fendt Xaver wird erwachsen“, bekunden die Entwicklungsfachleute. Agco/Fendt entwickelt im Rahmen eines strategischen Forschungsprojektes die nächste Generation von Feldrobotern. Die neue Serie des Xaver-Säroboters unterscheidet sich zu den beiden Vorgängerstudien nicht nur äußerlich. Auch das Innenleben, die sogenannte Saateinheit, ist vollkommen neu.

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Ein weiteres Highlight war die Serie der Großmähdrescher von Fendt Ideal 10, der jetzt auf Testeinsätzen unterwegs war. Mit diesem Modell bietet Fendt einen Standardmähdrescher an, der ohne eine herkömmliche Lenkradbedienung auskommt. Ausgestattet mit dem Lenksystem Ideal-Drive will Fendt einen neuen Standard setzen.

Das gilt auch für den neuen Raupenschlepper Fendt 1100 Vario MT. Mit dieser Baureihe besetzt Fendt bei Raupentraktoren das Leistungssegment von 511 bis 673 PS. Damit hat laut Fendt der 1167 Vario MT die höchste PS-Leistung eines Raupentraktors mit einem stufenlosen Getriebe auf dem Markt. Zusätzlich steigern neue Technologien, wie die schwenkbare Zugstange und der schwenkbare Heckkraftheber, das komplett neu entwickelte Federungskonzept Smart Ride+ und die bekannte Fendt Bedienung die Gesamteffizienz.

Teleskoplader live testen

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Neuland für Fendt ist der Teleskopladerbereich. Der Fendt Cargo T955 wurde auf der Agritechnica 2019 vorgestellt. Zu den Besonderheiten zählen die „einzigartige Liftkabine“ und seine langlebige und robuste Konstruktion. Mit einer Traglast von 5,5 t und einer Hubhöhe von 8,5 m ist der Cargo T auch für sehr hohe Ladeleistungen ausgelegt. Seit Mitte Juli können Kunden den Fendt Cargo T955 in Einzelvorführungen live testen.

Auch die gezogenen Feldspritze Fendt Rogator 300 kam in Wadenbrunn zum Einsatz. Drei Jahre nach der Markteinführung bringt die Fendt Pflanzenschutztechnik mit Fendt OptiNozzle eine innovative automatische Düsensteuerung auf den Markt. In der Baureihe Rogator 300 gibt es eine besondere Einzelradfederung und eine neue Gestängehöhenführung sowie TIM-Steuerung.