Bioökonomie

Biokraftstoff aus Gülle

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Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Dienstag, 22.06.2021 - 15:36

Biokraftstoffe, gewonnen aus Klärschlamm und Gülle, Stroh und Algen: Das gelingt mit der sogenannten hydrothermalen Verflüssigung.

Einem europäischem Forschungsteam mit Beteiligung der Uni Hohenheim ist es gelungen, Klärschlamm und andere Biomassen im Pilotmaßstab umzuwandeln - und so einer industriellen Anwendung einen Schritt näherzukommen.

Bei dem Verfahren wird aus Biomasse unter hohem Druck und hohen Temperaturen eine Art zähflüssiges Rohöl hergestellt, das zu erneuerbaren Kraftstoffen weiterverarbeitet werden kann. Der Vorteil: „Man kann viele verschiedene, auch feuchte Biomasse als Ausgangsstoff nutzen, ohne mit der Nahrungs- und Futtermittelproduktion zu konkurrieren – etwa indem man zum Beispiel Abfallströme recycelt“, erklärt Gero Becker, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. Dr. Andrea Kruse an der Universität Hohenheim in Stuttgart.

Die innovative Technologie zur Herstellung von erneuerbaren Kraftstoffen wird im Rahmen des EU-Projekts HyFlexFuel erforscht.