Agrarförderung

Zweite Runde für Investitionsprogramm startet

Josef Koch
Josef Koch
am Mittwoch, 14.04.2021 - 12:55

Landwirte können nun für den Kauf von Güllefässern oder Pflanzenschutzspritzen wieder Förderanträge stellen.

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Das „Investitionsprogramm Landwirtschaft“ des Bundesagrarministeriums (BMEL) startet mit angepassten Förderbedingungen in eine weitere Runde. Das hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner am Mittwoch, 14. April, bekanntgegeben.

Die Registrierung zur zweiten Antragsrunde ist laut BMEL bis zum 21. April, 18.00 Uhr auf dem Online-Portal der Landwirtschaftlichen Rentenbank möglich. Diese Registrierung ist zur Teilnahme am Förderprogramm erforderlich.  Alle Registrierungen zum Investitionsprogramm Landwirtschaft bzw. zum Investitionsprogramm „Digitalisierung und Technik für die nachhaltige Waldwirtschaft“, die bereits erfolgt sind, bleiben weiterhin gültig, eine nochmalige Registrierung ist nicht nötig.

Alle Registrierten würden zur Teilnahme an einem „Interessenbekundungsverfahren“ eingeladen. Dieses läuft vom 23. bis 30. April 2021. Das Verfahren ist laut BMEL über diese Tage offen. Dabei werde abgefragt, wann und in welchem Förderbereich eine Investition geplant sei und wie hoch die Kosten voraussichtlich seien. Im Anschluss würden alle Interessenbekundungen je Förderbereich per Zufallsverfahren (Los) in eine Reihenfolge gebracht, anhand derer die Unternehmen sukzessive zur Antragstellung eingeladen würden.

Alle Registrierten werden zudem über neue Antragsrunden rechtzeitig informiert, falls sie jetzt nicht zum Zuge kommen, versichert das BMEL.

Das sind die Neuerungen

Laut den Ressortangaben können im Programm jetzt auch neu gegründete Gesellschaften bürgerlichen Rechts (GbRs) gefördert werden. Damit solle eine gemeinschaftliche Maschinennutzung erleichtert werden.

Die Höchstfördersumme für förderfähige Investitionen in der Programmlaufzeit von 2021 bis 2024 betrage 1 Mio. Euro je Zuwendungsempfänger. Für Unternehmen der landwirtschaftlichen Primärproduktion liege die Höchstfördersumme bei 250.000 Euro pro Unternehmen und Investitionsvorhaben, für gewerbliche Unternehmen bei 100.000 Euro.

Daneben wurde die Positivliste gemäß den Angaben des Ministeriums um bestimmte Maschinenkategorien ergänzt, um insbesondere Betriebe mit Sonderkulturen und die kleinstrukturierte Landwirtschaft noch besser fördern zu können. Beispielsweise würden nun auch der Erwerb moderner Pflanzenschutzgeräte mit maximal 18 m Arbeitsbreite und maximal 1 800 l Behältergröße gefördert.

Änderungen gebe es auch bei den Lieferfristen. Aufgrund der Lieferengpässe der Landmaschinenhersteller in diesem Jahr wurde die bisherige Lieferfrist für Maschinen und Geräte der Außenwirtschaft dem Ressort zufolge vom 31. Oktober auf den 1. Dezember 2021 verlängert.