Protest

Zuckermarkt: Landwirte setzen Zeichen

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Ulrich Graf Portrait 2019
Ulrich Graf
am Freitag, 11.10.2019 - 11:38

Im Rahmen der Kampagne #WirSindZucker starten Rübenanbauer und Zuckerwirtschaft bundesweit die „Aktion Rübenkampagne“ und fordern: „Fair Play für heimische Zuckerrüben“ und ein Ende der Wettbewerbsverzerrung.

Berlin - Die Zuckerrübenkampagne 2019 hat begonnen. Von jetzt an ernten rund 25.000 Landwirte in Deutschland Zuckerrüben. Dabei fragen sich viele Landwirte: Rollt hier die letzte Zuckerrübe? Denn der Zuckerrübenanbau in Deutschland ist massiv bedroht. Im brandenburgischen Elbe-Elster Kreis und dem westfälischen Kreis Höxter müssen bereits zwei der insgesamt 20 Zuckerfabriken schließen und Landwirte den Anbau aufgeben.

Unter den Landwirten und Beschäftigten herrscht große Sorge. Darauf machen sie aktuell bundesweit aufmerksam und starten die „Aktion Rübenkampagne“. Damit gehen sie auch auf die Straße. 

#WirSindZucker – die Aktion Rübenkampagne

Ob auf Schildern am Feld oder mit Aufklebern auf Transportern: Deutschlandweit zeigen Betroffene, welche Bedeutung die Zuckerrübe für die Umwelt, das Klima und nicht zuletzt für ihre Region hat. Unter dem Hashtag #WirSindZucker und auf www.wir-sind-zucker.de beziehen sie Stellung.
 
„Ein Ende des Zuckerrübenanbaus in Deutschland würde sehr negative wirtschaftliche, ökologische aber auch soziale Folgen für ländliche Räume bedeuten. Das kann nicht im Interesse der Bundesregierung sein. Die Krise ist politisch gemacht und kann daher auch nur politisch gelöst werden“, sagt Günter Tissen, Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker.

Weitere Informationen zur Situation der Rübenanbauer finden Sie in unserem Infodienst „Heimische Zuckerrüben: nachhaltig (und) bedroht“ auf www.zuckerverbaende.de.