Vorsorge

Versicherung rät zum ASP-Status

Mastschweine-Stall-Gedränge
Hans Dreier
Hans Dreier
am Freitag, 23.10.2020 - 15:54

Die Teilnahme am freiwilligen Verfahren Status-Untersuchung ASP geht seit 1. Juli.

Wenn die Afrikanische Schweinepest (ASP) im Wildschweinebestand festgestellt wird, dürfen Hausschweine nur unter Auflagen aus diesen Gebieten transportiert werden. Um Vermarktungsprobleme zu vermeiden, wird schweinehaltenden Betrieben empfohlen, freiwillig ihren ASP-Status feststellen lassen. Die Teilnahme am freiwilligen Verfahren Status-Untersuchung ASP können Landwirte seit dem 1. Juli bei den Veterinärämtern beantragen.
Auch die Versicherungswirtschaft rät den Schweinehaltern, den Status „ASP-frei“ zu erhalten. Die R+V Versicherung hat jetzt mitgeteilt, dass Schweinehalter, die eine Ertragsschadenversicherung abgeschlossen haben, nur den halben Selbstbehalt tragen müssen, wenn sie im Schadenfall den Status ASP-frei vorweisen können (der tarifliche Mindestselbstbehalt bleibt hiervon unberührt). Die Halbierung des Selbstbehalts für zukünftige Schadenfälle aufgrund von ASP im Wildschweinbestand gilt laut R+V wenn der Betrieb in einem Restriktionsgebiet liegt, der Bestand von behördlichen Maßnahmen betroffen ist und der Betriebe den Status „ASP-frei“ nachweisen kann.
Die Teilnahme am freiwilligen Verfahren „Status-Untersuchung ASP“ läuft in Bayern wie folgt ab:
  • Anmeldung beim Veterinäramt unter Nennung des Wunschtierarzts;
  • amtliche Beauftragung des Tierarztes und erste Betriebsinspektion (klinische Untersuchung; Kontrolle Biosicherheit) durch diesen;
  • wöchentliche Null-/Todmeldung in der HI-Tierdatenbank durch Betrieb;
  • Blutprobenentnahme bei den ersten bis zu zwei toten Schweinen pro Kalenderwoche im Alter von über 60 Tagen;
  • Labor meldet Untersuchungsergebnisse an HI-Tier;
  • nach frühestens 4 Monaten zweite Betriebsinspektion;
  • Anzeige des technischen ASP-Freiheits-Status in der HI-Tier:
  • im Seuchenfall zieht das Veterinäramt die vorliegenden Daten heran und erteilt daraufhin die für die Verbringung von Schweinen erforderliche Ausnahmegenehmigung.