Coronahilfen

Überbrückungshilfe: Bund verlängert Antragsfrist

Josef Koch
Josef Koch
am Freitag, 08.10.2021 - 12:37

Landwirte können noch bis Jahresende die Überbrückungshilfe beantragen, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen.

Schweinehalter-Ferkel

Von der Corona-Pandemie betroffene Landwirte können ab sofort Anträge auf die bis zum Jahresende verlängerte Überbrückungshilfe III Plus für Oktober bis Dezember 2021 stellen. Die Anträge sind durch prüfende Dritte, also Steuerberater, über die Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de einzureichen. Die Antragsfrist wird bis zum 31. Dezember 2021 verlängert, teilt das Bundeswirtschaftsministerium mit.

Die bis Jahresende verlängerte Überbrückungshilfe III Plus ist inhaltlich nahezu unverändert zur Überbrückungshilfe III Plus für Juli bis September. Auch in der verlängerten Überbrückungshilfe III Plus sind Unternehmen mit einem Corona-bedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent antragsberechtigt. Außerdem können all jene Unternehmen einen Antrag stellen, die im Juni 2021 für die Überbrückungshilfe III antragsberechtigt und im Juli von der Hochwasserkatastrophe betroffen waren.

Diese Fixkosten werden erstattet

Nach Ministeriumsangaben erhalten Betroffene wie bisher erstattet:

  • bis zu 100 % der förderfähigen Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch über 70 %,
  • bis zu 60 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbußen zwischen 50 % und 70 % und
  • bis zu 40 % der förderfähigen Fixkosten bei mindestens 30 % Umsatzeinbruch.  

Maßgebend ist dabei jeweils der Vergleich zum entsprechenden Referenzmonat des Jahres 2019.

Unternehmen, die bereits die Überbrückungshilfe III Plus für die Juli bis September 2021 erhalten haben, und weitere Hilfe benötigen, können die Förderung für die Verlängerungsmonate Oktober bis Dezember 2021 einfach über einen Änderungsantrag erhalten.

Alle Unternehmen, die bislang noch keinen Antrag auf Überbrückungshilfe III Plus gestellt haben, können jetzt einen Erstantrag für die volle Förderperiode Juli bis Dezember 2021 stellen. Damit die Hilfen schnell wirken, können die Unternehmen laut Wirtschaftsministerium bei Erstanträgen auch Abschlagszahlungen von bis zu 100.000 Euro pro Monat erhalten.