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Agrarförderung

Tierwohl: Bayern erhöht Stallbauzuschuss auf 40 Prozent

Josef koch
Josef Koch
am Montag, 15.03.2021 - 10:09

Ab Mitte April sind Förderanträge mit den günstigeren Förderbedingungen für das Agrarinvestitionsförderprogramm (AFP) möglich.

Stallbau-Schweine

Für den Bau tierwohlgerechter Ställe erhöht Bayern den  Zuschuss im Agrarinvestitionsförderprogramm (AFP) für 2021 auf 40 Prozent. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber ruft Zuchtsauenhalter und Milchviehbetriebe dazu auf, rechtzeitig die neuen Fördermöglichkeiten zu beantragen.

„Wir wollen noch mehr Tierwohl und den dafür notwendigen Investitionen einen Schub geben. Das freut mich sehr, weil es um ein wichtiges Anliegen geht. Die Betriebe sollten sich schon jetzt auf die beiden Antragsrunden für die Einzelbetriebliche Investitionsförderung (EIF) vorbereiten, sie starten demnächst“, sagte die Ministerin.

Anträge für die erste Runde können Tierhalter vom 13. April bis zum 12. Mai bei den örtlich zuständigen Landwirtschaftsämtern abgeben. Die unmittelbar folgende zweite Antragsrunde endet dann am 1. Oktober 2021. Wichtig ist bei beiden Programmen, dass die erforderlichen Antragsunterlagen einschließlich der notwendigen baurechtlichen Genehmigung zu den genannten Endterminen vollständig vorliegen.

Welche Variante für eine Tierwohlabgabe bevorzugen Sie, damit Landwirte den geforderten Umbau der Tierhaltung leisten können?

Auswahlmöglichkeiten

Anbindehalter und Ferkelerzeuger im Fokus

Bei den Milchviehbetrieben geht es um die Umstellung von Anbindehaltung auf Laufstallhaltung. Bei den Zuchtsauenhaltern steht die Umsetzung der neuen Tierschutznutztierhaltungsverordnung im Mittelpunkt. Die Tiere bekommen mehr Platz, das Ende der Kastenstandhaltung ist beschlossen.

„Für die notwendigen Umstellungen während der Übergangsfrist können wir sie nun bestmöglich unterstützen. Das gibt ihnen Planungssicherheit“, sagte die Landwirtschaftsministerin.

Betriebe, die sich diversifizieren wollen und ein zweites betriebliches Standbein schaffen oder ausbauen, finden mit der Diversifizierungsförderung laut Ministerium ein "attraktives Programmangebot".