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Beschäftigte

Tarifvertrag in der Fleischwirtschaft beschlossen

Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Dienstag, 08.06.2021 - 09:06

Die Bezahlung in der Fleischwirtschaft wird in Zukunft über dem gesetzlichen Mindestlohn liegen.

Schlachthof

Für die rund 160.000 Beschäftigten in Schlachthöfen und Unternehmen der Fleischwirtschaft wird es zukünftig einen flächendeckenden Tarifvertrag mit einem steigenden Mindestlohn geben. Wie der Verband der Ernährungswirtschaft (VdEW) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mitteilten, brachte die vierte Verhandlungsrunde am 27. Mai den Durchbruch.

Schrittweise Anpassung des Mindestlohns

Der bis November 2024 laufende Tarifvertrag sieht vor, dass nach Erklärung der Allgemeinverbindlichkeit durch das Bundesarbeitsministerium alle Beschäftigte in der Branche mindestens 10,80 Euro pro Arbeitsstunde erhalten. Laut VdEW könnte das ab August der Fall sein. Die Mindestlohnuntergrenze soll danach am 1. Januar 2022 auf 11,00 Euro sowie Anfang 2023 und 2024 auf 11,50 Euro beziehungsweise 12,30 Euro steigen. Damit liegt die Bezahlung in der Fleischwirtschaft über dem gesetzlichen Mindestlohn von derzeit 9,50 Euro je Stunde.

Mit Material von AgE