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Geldguthaben

Strafzinsen auf Girokonto zulässig?

Finanzen
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Externer Autor
am Freitag, 27.08.2021 - 06:00

Immer mehr Kreditinstitute gehen dazu über, von den Kunden Geld dafür zu verlangen, dass sie Geld auf einem Konto liegen haben.

Dass es auf Sparguthaben keine Zinsen mehr gibt, daran hat man sich in der anhaltenden Niedrigzinsphase schon fast gewöhnt. Nun gehen immer mehr Kreditinstitute dazu über, von den Kunden sogar Geld dafür zu verlangen, dass sie Geld auf einem Konto liegen haben. Das nennt sich dann etwas schönfärberisch „Verwahrentgelt“.

Die Verbraucherzentrale Sachsen verklagte deswegen die Sparkasse Vogtland. Das Kreditinstitut hatte im Februar 2020 ein „Verwahrentgelt“ eingeführt. Jährlich 0,7 % der Einlagesumme sollten die Kunden berappen. Diese Negativzinsen wollte die Sparkasse schon ab einer Einlagesumme von 5000,01 € kassieren, von neuen Privatkunden und auch von Bestandskunden nach einem Wechsel des Kontomodells.
Das Landgericht Leipzig (05 O 640/20) wies die Klage ab. Auf Girokonten dürfe die Sparkasse Negativzinsen sowohl von Bestandskunden als auch von neuen Kunden erheben, entschied das Landgericht. Unzulässig sei dies nur, wenn die Bank ein Kontomodell gleichzeitig als kostenlos bewerbe – wie beim so genannten Jugendgirokonto geschehen.
Die Verbraucherzentrale Sachsen hat angekündigt, gegen das Urteil Berufung einzulegen.