Bild der Landwirtschaft

Stolz - mit gutem Grund

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Max Riesberg Portrait
Max Riesberg
am Mittwoch, 31.10.2018 - 10:29

Der Beschuss der Landwirtschaft kommt heute von vielen Seiten. Vor allem von denen, die von der Landwirtschaft Null Ahnung haben.

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Wie sagt der Volksmund so trefflich: „Mitleid kriegt man geschenkt. Neid muss man sich verdienen.“ Ich kenne kaum eine Branche, wo dieser Neid so viel Bedeutung hat wie in der Landwirtschaft. Die „Spinnereien“ des anderen sind schnell madig gemacht, Vorurteile schnell verbreitet und eine Sau flink durchs Dorf getrieben, wenn einem am Nachbarn etwas nicht passt. Das Gute daran, bislang wusste man meist, dass die Missgunst aus den eigenen Reihen kam. Also Kopf hoch und weiter!

Inzwischen hat sich das Blatt jedoch gewendet. Der Beschuss kommt heute von allen Seiten. Vor allem von denen, die von der Landwirtschaft Null Ahnung haben. Wie soll man da jetzt auf die Schnelle einen Schulterschluss innerhalb des Berufsstandes herbekommen? Wenn jeder mit dem Druck der „sozialen“ Marktwirtschaft zu kämpfen hat und zum Eigenbrötler mit Ellenbogenmentalität getrimmt wird, wie soll man da gemeinsame Sache machen?

Die gemeinsame Image- und Öffentlichkeitsarbeit könnten der Schlüssel dazu sein. Doch diese stellt viele in der oft undurchsichtigen digitalen Welt, im Zeitalter von Social Media und Shitstorm vor eine große Hemmschwelle. Wem ist das zu verdenken?

Wenn wir in unserem schönen Bayernland jedoch schon Zweifel daran haben uns mit geschwellter Brust zu präsentieren, wie sieht es da erst anderswo auf der Welt aus? Unsere bayerischen Betriebe haben allen Grund stolz zu sein, auf ihre Vielfalt, ihre Möglichkeiten, ihren Nutzwert für Land und Menschen und vieles mehr.

Angesichts des großen Doppeljubiläums, 100 Jahre Freistaat und 200 Jahre Bayerische Verfassung geht es darum: Wie wurde das einzigartige Bild Bayerns erfolgreich in die Welt hinausgetragen? Warum soll das nicht auch für unsere Landwirtschaft funktionieren? Da braucht sich keiner verstecken und den Kopf einziehen. Und: „Mim Redn kommen bekanntlich die Leut zamm.“