Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Agrarförderung

Stallbau: Förderfrist für Umbau auf September verlängert

Josef koch
Josef Koch
am Donnerstag, 25.03.2021 - 14:55

Das Bundesagrarministerium verlängert für Sauenhalter die Antragsfrist für das Bundesprogramm Stallumbau. EU-Freigabe im April erwartet.

Stallbau-Schweine

Die Antragsfrist für das Bundesprogramm Stallumbau soll auf den 30. September 2021 verlängert werden. Damit können sauenhaltende Betriebe auch Vorhaben finanzieren, wenn der Abschluss des Umbaus erst in 2022 erfolgt.

Das kündigte Bundesagrarministerium Julia Klöckner (CDU) an. Die bisherige Frist, 15. März 2021, ist bereits verstrichen. Die Änderung der Förderrichtlinie liegt aktuell bei der Europäischen Kommission zur Prüfung – sie wird voraussichtlich Anfang April im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Anträge können Landwirte bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) stellen. 

    Klöckner fordert von SPD Verzicht der Blockadehaltung

    Im vergangenen Jahr hatte die Ministerin erreicht, dass im Corona-Konjunkturprogramm der Bundesregierung für 2020 und 2021 insgesamt 300 Millionen Euro für den Umbau von Ställen zur Verfügung stehen. Das Programm dient der Umsetzung von mehr Tierwohl in den Ställen. Das Programm war – wie alle Teile des Corona-Konjunkturprogramms – ursprünglich bis Ende 2021 befristet, da eine Mittelübertragung in das Jahr 2022 vom zuständigen Bundesfinanzministerium grundsätzlich nicht vorgesehen war.

    „Unsere Landwirte brauchen Planungssicherheit, wenn sie in Stallumbauten zum Wohl der Tiere investieren. Dazu ändern wir die Förderrichtlinie. Das ist ein wichtiges Signal an alle Betriebe, die ihre Ställe kurzfristig tierwohlgerechter umbauen wollen", so Klöckner.

    Damit die Mittel gut abfließen können, erwartet Klöckner von der SPD, dass sie ihre Blockadepolitik bei der Änderung des Baugesetzbuches aufgibt. 

      Die Förderbedingungen

      Mit der Siebten Verordnung zur Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung, die im Februar 2021 in Kraft getreten ist, wird die Sauenhaltung im Deckzentrum und im Abferkelbereich neu geregelt. Ziel der Neuregelung ist es, den Tierschutz zu verbessern. Die Kastenstandhaltung im Deckzentrum abzuschaffen sowie der Bau von Bewegungsbuchten im Abferkelbereich kosten Geld.

      Unter folgenden Voraussetzungen können die sauenhaltenden Betriebe in Deutschland einen Förderantrag für die Umsetzung der neuen Anforderungen an die Sauenhaltung stellen:

      • Die Höchstgrenze liegt bei 500.000 Euro je Betrieb und Investitionsvorhaben.
      • Das Bauvorhaben darf nicht mit einer Vergrößerung des Tierbestandes verbunden sein.
      • Das Vorhaben muss bis Ende des Jahres 2022 abgeschlossen sein.
      • Förderfähig sind auch die einzelbetriebliche Beratung für die Erstellung eines Um- oder Ersatzbaukonzepts.
      Ihr Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt
      blw digital iphone blw digital macbook
      Hefttitelbild Printausgabe Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt