Agrarförderung

Soforthilfe: Anträge für Überbrückungshilfe Plus noch im Juli möglich

Josef Koch
Josef Koch
am Donnerstag, 01.07.2021 - 14:18

Bayerische Landwirte können wegen coronabedingter Einbußen das Nachfolgeprogramm zu gleichen Konditionen nutzen.

Fördergeld

Da Anträge für die Überbrückungshilfe III für November 2020 bis Juni 2021 nur noch bis Ende August möglich sind, wird Bayern noch im Juli die Antragstellung für die Überbrückungshilfe III Plus ermöglichen, und zwar für die Folgemonate Juli  bis September 2021. Laut Wirtschaftsministerium gelten dabei die gleichen Förderbedingungen wie für Überbrückungshilfe III. Die Bearbeitung der Anträge übernimmt wie in der Vergangenheit die IHK für München und Oberbayern. Die Antragsfrist für Überbrückungshilfe und Überbrückungshilfe III Plus endet einheitlich am 31. Oktober 2021.

Über 5 Millionen Euro Überbrückungshilfe III sind bisher an knapp 200 Betriebe der bayerischen  Land- und Forstwirtschaft ausgezahlt worden. Das staatliche Hilfspaket ist in den Augen von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger in bestimmten Fällen ein „Rettungsanker für die Land- und Forstwirtschaft“. 

 Die Land- und Forstwirtschaft hat durch Corona laut Aiwanger wirtschaftliche Einbußen erlitten, zum Beispiel durch gesunkene Erzeugerpreise für Fleisch, Ausfall von Volksfesten und Schließung der Gastronomie oder Einbußen bei „Urlaub auf dem Bauernhof“. Viele Schäden fallen leider durchs Raster. "Immerhin haben aber 195 bewilligte Anträge  der Land- und Forstwirtschaft einigen schwer getroffenen Betrieben Zukunftsperspektive gegeben. " so der Wirtschaftsminister. 

Über 5 Mio. € an Landwirte ausgezahlt

Bis Ende Juni sind insgesamt 5,3 Millionen Euro Überbrückungshilfe III an Betriebe der Land- und Forstwirtschaft ausgezahlt worden. Bei einem monatlichen Umsatzeinbruch ab 30 Prozent können landwirtschaftliche Betriebe bis Ende August 2021 noch einen Antrag auf Überbrückungshilfe III für die Fördermonate November 2020 bis Juni 2021 stellen.  "Durch den Wegfall der Vorlage eines Gewerbescheins konnten auch kleinere Land- und Forstwirtschaftliche Betriebe einen Antrag stellen. Auch die Erweiterung des Katalogs förderfähiger Fixkosten war eine große Hilfe vor allem für viehhaltende Betriebe“, erklärt Aiwanger. 

Mit Hilfe eines Steuerberaters, Wirtschaftsprüfers, Rechtsanwalts oder Buchprüfers können landwirtschaftliche Tierhaltungs- und Spezialkulturbetriebe entsprechend einer gestaffelten Fixkostenerstattung einen Antrag auf Überbrückungshilfe III stellen. Erstattungsfähig sind u.a. Kosten für Pachten, Tierfutter, Tierarzt sowie Investitionen für bauliche Modernisierungen zur Umsetzung von Hygienekonzepten oder Mietkosten für Maschinen.