Steuerrecht

Reform der Grundsteuer: Gefahr von Mehrbelastungen

Ulrich Graf Portrait 2019
Ulrich Graf
am Freitag, 18.10.2019 - 11:09

Bernhard Krüsken, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, sieht weiterhin Klärungsbedarf bei der Neuregelung.

Krüsken Bernhard

Berlin - Zum Beschluss des Bundestages über die Grundsteuer-Reform erklärt Bernhard Krüsken, dass für den Deutschen Bauernverband die Vermeidung einer Substanzbesteuerung der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe und Flächen essentiell sei. "Wir werden jetzt genau prüfen, ob eine Länderoption der bessere Weg ist."

Grundsätzlich setze die Reform richtig an, nämlich an der Ertragsfähigkeit der land- und forstwirtschaftlichen Flächen, so der Generalsekretär. Kritische Punkte bestünden aber bei den Zuschlägen für Tierhaltung und Sonderkulturen, bei den Wohngebäuden auf den Höfen und bei den bäuerlichen Tierhaltungskooperationen (§ 51a Bewertungsgesetz). "Wir erwarten, dass die Zusage der Regierungskoalition für eine umfassende Ersatzlösung bei den Tierhaltungskooperationen im Jahressteuergesetz eingelöst wird“, so Krüsken.