Betriebsführung

Mutterkühe: Bescheid prüfen

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Wolfgang Piller
Wolfgang Piller
am Freitag, 16.10.2020 - 10:19

Betriebe mit Mutterkuhhaltung sollten den Beitragsbescheid der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft unter die Lupe nehmen.

Zur Berechnung der Jahresbeiträge greift die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft auf den Viehbestand zurück, den jeder Rinderhalter an das Herdeninformationssystem HI-Tier meldet und bei der Antragstellung zum Mehrfachantrag angibt. Bei der Übermittlung der Tierzahlen von Mutterkuhhaltern können sich dieses Jahr in Einzelfällen Fehler eingeschlichen haben. In der Folge kann bei Betrieben mit Mutterkuhhaltung auch der Beitragsbescheid der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft für das Jahr 2019 fehlerhaft sein. In einzelnen Fällen kann aufgrund falsch aus HI-Tier übermittelten Kälberzahlen ein erhöhter Beitrag ausgewiesen sein.

Speziell betroffen: „Kälber bis zum Absetzen“

Speziell betroffen sind dabei die „Kälber bis zum Absetzen“, teilte die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) auf Anfrage des Wochenblatts mit. Die SVLFG weist darauf hin, dass Kälber bis zum Absetzen bei der Beitragsberechnung zur Berufsgenossenschaft nicht separat zu berücksichtigen sind. Sie gehören zur Mutterkuhhaltung.

Beim maschinellen Abgleich mit den sogenannten InVeKoS-Daten (Förderanträge) kann es in Einzelfällen dennoch zur einer zusätzlichen Beitragsberechnung für die Kälber gekommen sein. Hintergrund ist, dass die Mutterkuhhaltung nicht in allen Förderanträgen angegeben wurde, weil manche Antragsteller vergessen haben, das Merkmal „Mutterkuhhaltung“ anzukreuzen.

Beitragsrechnung für 2019 prüfen

Die SVLFG empfiehlt allen Betrieben mit Mutterkuhhaltung in Bayern, ihre Beitragsrechnung der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft für 2019 zu prüfen. Ist der Bestand der sonstigen Rinder zu hoch, reicht eine Information an die SVLFG über die im Jahresdurchschnitt 2019 gehaltenen „Kälber bis zum Absetzen.

Laut SVLFG wurde die Beitragsberechnung der Berufsgenossenschaft für das Jahr 2020 entsprechend angepasst. DR