Biomarkt

Lidl kooperiert mit Bioland

Ulrich Graf Portrait 2019
Ulrich Graf
am Montag, 15.10.2018 - 12:22

Bereits ab November 2018 werden in Deutschland einzelne Bioland-Produkte wie Äpfel, Kresse und Gartenkräuter bundesweit erhältlich sein.

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Ab Januar 2019 folgt die Umstellung nahezu aller Molkereiprodukte der Eigenmarke "BioOrganic" wie Käse, Milch und Butter auf Bioland-Standards. Auch Weizen- und Dinkelmehl sowie Bioland-Kartoffeln sind zeitgleich in allen deutschen Lidl-Filialen geplant. Schrittweise sollen weitere Obst- und Gemüseartikel im bundesweiten oder regionalen Angebot je nach Verfügbarkeit folgen.

Kunden erkennen die Produkte am grünen Bioland-Markenzeichen auf den Verpackungen, die Lidl-Eigenmarke "BioOrganic" fungiert weiterhin als Bio-Vermarktungsdach. Rund 1/4 des "BioOrganic"-Sortiments soll ab Anfang 2019 bereits das Bioland-Markenzeichen tragen. "Wir wollen unser Bio-Sortiment gemeinsam mit Bioland schrittweise erweitern und Bio-Produkte dort, wo es möglich ist, auf den hohen Bioland-Standard heben", sagt Jan Bock, Geschäftsleiter Einkauf bei Lidl Deutschland.

Jan Plagge, Präsident Bioland e.V., erwartet durch den Discounter keine Verwässerung seines Images. "Lidl hat uns im Laufe der letzten Monate glaubwürdig verdeutlicht, wie ernst es dem Unternehmen mit seiner nachhaltigen Sortimentsentwicklung ist. Für uns, unsere Mitglieder und Partner ist entscheidend, dass wir den strengen Bioland-Standard und unsere Prinzipien ohne Kompromisse umsetzen können und dass unsere sozialen und ethischen Werte berücksichtigt werden", sagte er.

Lieferbedingungen nach Fair-Play Regeln

Die Lieferbeziehungen sollen langfristig und nach klaren Fair-Play Regeln gestaltet werden,. So soll auch das  Überleben kleinerer und mittlerer Betriebe gesichert werden. "Unserer Erzeuger und Herstellerbetriebe erhalten so neue und dauerhaft sichere Absatzmöglichkeiten, zudem schützt jedes verkaufte Bioland-Erzeugnis das Tierwohl, die Umwelt und das Klima. Nur mit einer gesteigerten Nachfrage können weitere Bauern auf ökologischen Landbau umstellen", so Plagge.

Um eine ausreichende Versorgung mit Bioland-Rohstoffen zu gewährleisten, soll schrittweise konventionellen Betrieben oder EU-Bio-Betrieben die Umstellung auf Bioland-Kriterien ermöglicht werden. Wichtig ist beiden Partnern, den Mehraufwand für die Erfüllung der Bioland-Standards für Verbraucher sichtbar zu machen sowie die Arbeit der Landwirte und Hersteller durch faire Preise zu honorieren.