Förderung

Kulap diesmal für zwei Jahre

Hans Dreier
Hans Dreier
am Donnerstag, 07.01.2021 - 11:49

Bayerisches Kulturlandschaftsprogramm geht in die Übergangsphase bis zum Start der EU-Förderperiode 2023.

Drohne Mais

Das Bayerische Kulturlandschaftsprogramm (Kulap) geht in die Übergangsphase bis zum Start der EU-Förderperiode 2023. Es gibt zwei neue Maßnahmen. Die Antragstellung ist heuer nur noch über iBalis möglich. Frist ist der 24. Februar.

Nach der eingeschränkten Neuantragstellung im Vorjahr können Landwirte, die auf ihren Flächen gezielt zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen wollen, heuer wieder aus einer breiten Palette zu ihrem Betrieb passender Maßnahmen auswählen. Es gibt Angebote für den gesamten Betrieb (Umstellung auf ökologischen Landbau), für einzelne Betriebszweige (z. B. extensive Grünlandnutzung, vielfältige Fruchtfolge) und für ausgewählte Einzelflächen.

Allerdings können Verpflichtungen nur für zwei Jahre, also für 2021 und 2022 eingegangen werden, weil sich auf EU-Ebene die Neuregelung der Agrarförderungen verzögert und voraussichtlich erst 2023 in Kraft treten wird. Die zweijährige Übergangszeit bedeutet nach Angaben des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten allerdings nicht, dass verschiedene Maßnahmen danach nicht weitergeführt werden könnten.

Es können und werden sich bedingt durch die neue Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) für die kommende EU-Förderperiode Veränderungen ergeben, die derzeit noch nicht absehbar sind. So sind etwa die Maßnahmen der zukünftigen „eco schemes“ oder Ökoregelungen in der ersten Säule der GAP noch nicht beschlossen. Diese haben jedoch Auswirkungen auf das Angebot an Agrarumweltmaßnahmen in der zweiten Säule der GAP. Deshalb wird das Kulap zum Jahr 2023 unter den veränderten Rahmenbedingungen neu starten.

Neue Maßnahmen und fehlende Klassiker

Bei der ab. 11. Januar beginnenden Neuantragstellung für 2021 und 2022 sind zwei neue Maßnahmen im Programm, die weniger Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zum Ziel haben:

  • B62 – Herbizidverzicht im Ackerbau und
  • B63 – Einsatz von Trichogramma im Mais zur Bekämpfung des Zünslers.

Nicht mehr zur Verfügung stehen dagegen drei beliebte Klassiker der Kulap-Förderung:

  • B21/23-Extensive Grünlandnutzung (1,76 GV)
  • B35-Winterbegrünung mit Zwischenfrüchten
  • B37-Mulchsaat

Es gibt zwar weitere ähnliche Maßnahmen, die jedoch mit deutlich höheren Anforderungen verbunden sind.

Antragstellung nur noch online möglich

Die Förderanträge können heuer erstmals nur noch online im System iBalis (www.ibalis.bayern.de) gestellt werden. Die Abgabefrist endet am 24. Februar. Diese Frist gilt auch für Anträge nach dem Bayerischen Vertragsnaturschutzprogramm.

In der ersten Ausgabe des Wochenblattes 2021 stellen wir Ihnen auf den Seiten 41-45 einige Maßnahmen näher vor, zeigen Änderungen des Kulaps und des Vertragsnaturschutzprogramms aufgrund des Artenschutzvolksbegehrens und bieten eine Anleitung zum Online-Antrag. 

Die Übersicht der Maßnahmen finden Sie auch auf der Homepage des Bayerischen Staatsministeriums. Dort werden zudem weiterführende Informationen rund um die bayerischen Agrarumweltmaßnahmen zur Verfügung gestellt.

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