Antragstellung

Dieselvergütung jetzt ohne Papier

Agrardiesel_B1
Martin Bauer, Bayerischer Bauernverband
am Freitag, 04.12.2020 - 09:20

Bereits für das Verbrauchsjahr 2020 wird bei der Agrardieselvergütung der Onlineantrag vollelektronisch angeboten. Wer teilnehmen möchte, sollte dem Hauptzollamt bis 10. Dezember seine E-Mail-Adresse mitteilen.

Ab dem kommenden Jahr kommt es zu größeren Änderungen bei der Antragstellung für die Agrardieselvergütung. Die bisherigen Antragsteller wurden vor kurzem vom Zoll in einem umfangreichen Schreiben darüber informiert, dass die Online-Antragstellung ab dem kommenden Jahr über das Bürger- und Geschäftskundenportal (BuG-Portal) unter www.zoll-portal.de erfolgen wird. Für einen Übergangszeitraum von drei Jahren kann der Antrag auch noch in Papierform gestellt werden.

Doppelte Antragsstellung soll entfallen

Bisher war es beim Onlineantrag notwendig, nach dem Absenden des elektronischen Formulars zusätzlich einen unterschriebenen Kurzausdruck dem zuständigen Hauptzollamt zu übersenden. Diese doppelte Antragstellung (Hybridverfahren) soll künftig entfallen. Bereits für das Verbrauchsjahr 2020 (Abgabefrist 30. 9. 2021) erfolgt der Onlineantrag vollelektronisch. Als Ersatz für den Papierausdruck muss sich der Antragsteller dann elektronisch „ausweisen“ (elektronischer Personalausweis oder Elster-Zertifikat der Finanzverwaltung).

Im Nachgang zum Informationsschreiben der Zollverwaltung haben sich jetzt einige Zweifelsfragen ergeben, auf die nachfolgend eingegangen werden soll:
  1. So wurde gefragt, ob im kommenden Jahr auch noch das bisherige Online-Verfahren (Hybridverfahren) möglich sein wird. Dies wurde auf Nachfrage von der Generalzolldirektion verneint. Ab 2021 kann der Antrag deshalb nur noch über das BuG-Portal sowie im Übergangszeitraum auch in Papierform gestellt werden.
  2. Bezüglich der Registrierung im BuG-Portal stellt sich die Frage, ob diese schon jetzt zeitnah erfolgen soll oder ob eher die Möglichkeit der vereinfachten Registrierung ab Januar 2021 genutzt werden soll. Hier wird empfohlen, das vereinfachte Registrierungsverfahren abzuwarten, da bei diesem die Stammdaten bereits hinterlegt sind. Voraussetzung dafür ist aber, dass dem Zoll bis zum 10. Dezember 2020 eine E-Mailadresse und die dazugehörige Agrardieselnummer mitgeteilt wird.
  3. Die Registrierung im BuG-Portal führt im Übrigen nicht dazu, dass man zwingend auf das Online-Verfahren festgelegt ist. Im Übergangszeitraum kann deshalb auch in diesem Fall die Antragstellung in Papierform erfolgen.
Es ist davon auszugehen, dass sich bei der Umsetzung des neuen Antragsverfahrens auch noch weitere Fragen ergeben werden. Über den weiteren Fortgang werden wir informieren.