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Bodenmarkt

BVVG berichtet von stabilen Bodenpreisen

Josef koch
Josef Koch
am Montag, 31.01.2022 - 13:07

Preisdynamik in den ostdeutschen Bundesländern lässt laut BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH nach.

Agrarfläche Rügen

In den letzten Jahren hat sich in den neuen Bundesländern die Preisdynamik am ostdeutschen Bodenmarkt deutlich abgeschwächt. Das schlägt sich nach Ansicht der BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH auch in der Höhe der von der BVVG Kauf- und Pachtgeboten nieder, die in den Ausschreibungen erzielt wurden.

Auf dieser Grundlage verkaufte die BVVG 2021 landwirtschaftliche Flächen zum Verkehrswert für durchschnittlich 21.080 €/ha. Im Jahr 2020 belief sich der Durchschnittspreis auf der Grundlage der abgegebenen Gebote auf 20.625 €/ha. Die Kaufpreise schwankten zwischen 16.351 €/ha in Brandenburg, 23.585 €/ha in Mecklenburg-Vorpoomern und 24.098 €/ha in Sachsen-Anhalt. Für Sachsen und Thüringen hat die BVVG keine Angaben gemacht.

Ebenfalls ganz überwiegend im Ergebnis von Ausschreibungen verpachtete die BVVG 2021 landwirtschaftliche Flächen für durchschnittlich 448 €/ha und Jahr. Der Pachtpreis liegt damit fast auf dem gleichen Niveau des Vorjahres, als er 446 € betrug.

Die Pachtpreise in den einzelnen Bundesländern:

Pachtpreise (€/ha 2021 2020
Mecklenburg-Vorpommern 478 473
Brandenburg      334 329
Sachsen-Anhalt  584 594
Sachsen        462 439
Thüringen 416 399

 

8.500 ha Acker- und Grünland verkauft

Die BVVG hat 2021 mit rund 1.750 Kaufverträgen rund 8.500 Hektar Acker- und Grünland verkauft. Die durchschnittliche Größe der verkauften Lose lag im Schnitt bei 4,8 Hektar. In 2020 waren die Lose im Schnitt 7,1 Hektar groß. Rund 17.000 Hektar wurden mit 1.300 Pachtverträgen neu verpachtet. Außerdem veräußerte die BVVG 600 Hektar Wald sowie 600 Hektar sogenannte Umwidmungsflächen, die aufgrund entsprechender Umnutzungsplanungen der Kommunen für Wohnungen, Gewerbe und Infrastruktur vorgesehen sind.

Im Ergebnis ihrer Geschäftstätigkeit führte die BVVG an ihre Gesellschafterin, die Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben, einen Überschuss von 251 Mio. € ab.

8.000 ha für Natur- und Umweltschutz

8.000 Hektar für den Naturschutz vorgesehene Flächen stehen für eine unentgeltliche Übertragung an die ostdeutschen Länder bzw. von ihnen benannte Stiftungen und Organisationen zur Sicherung des Nationalen Naturerbes (NNE) weiterhin bereit. Die BVVG hatte in den Jahren zuvor bereits 65.000 Hektar Naturschutzflächen zur Sicherung des NNE unentgeltlich übertragen.

Zudem werden bereits seit 2019 dafür geeignete Flächen nur noch zur Verpachtung an ökologisch wirtschaftende Betriebe ausgeschrieben. In 2021 wurden so mehr als 300 Hektar an ökologisch wirtschaftende Betriebe neu vergeben.

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