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Bundesprogramm Stallumbau

Bund verlängert Frist für Sauenhalter

Sauenstall-Neubau
Josef koch
Josef Koch
am Montag, 26.09.2022 - 12:54

Bundeslandwirtschaftsministerium reagiert auf lange Lieferzeiten von Baumaterialien beim Stallumbau.

Sauenhalter, die am Bundesprogramm Stallumbau teilnehmen, können nun etwas durchatmen. Da notwendige Baumaterialien für Stallumbauten aktuell sehr langen Lieferzeiten haben, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Umsetzungsfrist für die Abwicklung der bereits bewilligten Bauvorhaben jetzt um ein halbes Jahr verlängert.

Die neue und abschließende Umsetzungsfrist ist nun der 30. Juni 2023. Ursprünglich mussten Sauenhalter ihr bewilligtes Bauvorhaben bis zum 31. Dezember 2022 umsetzen und fertigstellen. Doch damit hätten sie laut BMEL die Förderung eingebüßt, weil ihr Bauvorhaben innerhalb der ursprünglichen Programmlaufzeit nicht fertig geworden wäre.

Grund für Förderprogarmm war Verbot Kastenstandshaltung

Das BMEL hatte das Bundesprogramm Stallumbau 2020 im damaligen Konjunkturpaket für die Jahre 2020 bis 2021 eingerichtet und dafür 300 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das Programm dient der kurzfristigen und vorzeitigen Umsetzung der Vorschriften aufgrund des Verbots der Kastenstandhaltung von Sauen im Deckzentrum sowie der deutlichen Reduzierung der Kastenstandhaltung im Abferkelbereich. Die neuen Auflagen haben sich aus der letzten Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung in 2021 ergeben.

Beim Bundesprogramm Stallumbau konnten Sauenhalter bis zum 30. September 2021 Förderanträge stellen. Bereits diese Frist hatte der Bund im vergangenen Frühjahr nach hinten geschoben, weil die ursprüngliche Antragsfrist 15. März 2021 für viele Landwirte zu kurz war, um überhaupt eine Umbaugenehmigung zu bekommen.