Flächenverkauf

Bodenpreisen: So schneiden die bayerischen Bezirke ab

Acker
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Ulrich Graf
am Dienstag, 03.09.2019 - 16:05

Die Preise für landwirtschaftliche Flächen sind 2018 weiter gestiegen. Lediglich in Oberbayern gab es Preisabstriche. Dadurch setzte sich nun Niederbayern an die Preisspitze.

Flächenpreise in Bayern legen weiter zu

Bodenpreis
Bodenpreis
Bodenpreis
Bodenpreise
Bodenpreise
Bodenpreis Unterfranken
Bodenpreis Schwaben
Bodenpreis Bayern

2018 wurden in Bayern 5120 landwirtschaftliche Grundstücke mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 7.546 Hektar verkauft. Das geht aus den Meldungen der Finanzämter an das Bayerische Landesamt für Statistik hervor. Die Kaufsumme betrug 489,8 Millionen Euro. Hierbei handelt es sich um Grundstücke ohne Gebäude und ohne Inventar mit einer Mindestgröße von 1.000 m², die zumindest in einem überschaubaren Zeitraum weiterhin landwirtschaftlich als Acker- oder Grünland genutzt werden.

Je Verkaufsfall wurden durchschnittlich 1,5 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche veräußert. Bei 52,7 Prozent der Kauffälle lag die Fläche unter einem Hektar, in lediglich 4,2 Prozent der Fälle wechselten mindestens fünf Hektar Landwirtschaftsfläche den Besitzer.

Am teuersten in Niederbayern

Im Durchschnitt errechnet sich für alle im Jahr 2018 in Bayern getätigten Verkäufe von landwirtschaftlich genutzter Fläche ein Wert von 64.909 Euro je Hektar (6,49 Euro je m²).

Der durchschnittliche Kaufwert je Hektar differierte in den einzelnen Regierungsbezirken erheblich. Am höchsten war er mit 107.199 Euro in Niederbayern. Auch in Oberbayern (106.279 Euro) wurde ein überdurchschnittlicher Hektarpreis erzielt.

Der niedrigste Verkaufswert errechnet sich mit 27 696 Euro für den Regierungsbezirk Unterfranken, das sind rund 74 Prozent weniger als in Niederbayern und 57 Prozent weniger als im Landesdurchschnitt. Deutlich unter dem Landesmittel lag auch der in Oberfranken (29.108 Euro) erzielte Hektarerlös.

Hierbei ist allerdings zu beachten, dass es sich bei der Kaufwertestatistik methodisch um keine echte Preisstatistik handelt, sodass die durchschnittlichen Kaufwerte für einen regionalen und zeitlichen Vergleich nur bedingt aussagekräftig sind. So wird der Verkaufspreis bei jeder Grundstückstransaktion durch andersgeartete kauffallspezifische Eigenschaften wie Bodenqualität, Lage, Nutzungsart oder Grundstücksgröße maßgeblich beeinflusst.

Entwicklung der Bodenpreise in Bayern seit 2004