Bodenmarkt

Bodenpreise: So schneiden die bayerischen Landkreise ab

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Hans Dreier Portrait 2019
Hans Dreier
am Donnerstag, 05.09.2019 - 11:29

Bei der Entwicklung der Bodenpreise zeigen sich ausgeprägte regionale Unterschiede.

Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung in Oberbayern, dort haben die Bodenpreise offenbar ihren Höhepunkt überschritten und sind völlig überraschend um 10 184 €/ha gesunken. Besonders heftig war der Preiseinbruch in den Landkreisen Ebersberg, Miesbach, München, Mühldorf, Rosenheim, Starnberg und Traunstein. Stagnierend sind die Preise in Landsberg am Lech, Pfaffenhofen und Weilheim-Schongau. In den restlichen Landkreisen ging es gegen den Trend dagegen preislich aufwärts. Den höchsten Preissprung mit fast 40 % gab es in Freising.

Einen erneuten kräftigen Preisschub gab es auch in Niederbayern. Das Hektar kostete dort im Schnitt 107 199 €, das sind 8863 € oder 9 % mehr als ein Jahr zuvor. Die Preisführerschaft hat mit 146 407 €/ha jetzt der Landkreis Dingolfing-Landau, gefolgt von Straubing (145 129 €/ha) und Landshut (134 885 €/ha). Im Landkreis Deggendorf wechselten mit verkauften 219,3 ha die meisten Flächen den Besitzer.

Einen moderaten Schub nach oben machten die Preise auch in der Oberpfalz. Spitzenreiter ist hier der Landkreis Regensburg mit 95 791 €/ha (Vorjahr 97 807 €/ha). Den höchsten Anstieg verzeichnet der Landkreis Tirschenreuth: von 28 570 €/ha auf 39 205 €/ha. Kräftig nach unten ging es dagegen in Amberg-Sulzbach, hier fiel der Preis von 51 538 €/ha auf 42 635 €/ha.

Der Bezirk Oberfranken vermeldet ebenfalls eine moderate Preisanhebung. Für 1 ha Agrarland wurden hier 29 108 €/ha gezahlt, im Vorjahr waren es 24 959 €/ha. Im Landkreis Wunsiedel konnten sich die im Vorjahr (26 162 €/ha) gesunkenen Preise wieder erholen und erreichten mit 46 424 €/ha ein neues Hoch. Leichte Rückgänge gab es in Bamberg und Coburg. Beim Flächenumsatz ist der Landkreis Hof mit 230,3 ha der Spitzenreiter.

In Mittelfranken ist der Preisanstieg mehr oder weniger zum Stillstand gekommen. Für 1 ha werden im Schnitt 42 097 € gezahlt (Vorjahr 41 528 €/ha). Der Landkreis Ansbach ist mit 238 ha der Spitzenreiter beim Umfang der verkauften Fläche.

Unterfranken ist weiterhin das Schlusslicht, hier sind die Preise mit 27 696 €/ha (Vorjahr: 25 696 €/ha) im Vergleich aller Bezirke am niedrigsten. Nur Würzburg sticht mit einem Preis von 48 666 €/ha heraus, hier wechselten mit fast 246 ha auch die meisten Flächen den Besitzer.

Schwaben verzeichnet nach einer Preisstagnation im Vorjahr wieder einen kräftigen Anstieg der Kaufwerte, der Hektarpreis zog von 57 844 €/ha auf 66 906 €/ha an. Besonders groß waren die Preissprünge in Aichach-Friedberg, Augsburg, Ostallgäu und im Unterallgäu. Das Unterallgäu steht mit einer Verkaufsfläche von 288,4 ha an der Spitze in Bayern, nirgendwo sonst wechselten so viele Grundstücke den Eigentümer.

Die gesamte Liste mit den Landkreisen können Sie unten durch Klicken auf "Download" herunterladen.

Weitere Details zur Datenerhebung finden Sie hier

Bodenpreise in den bayerischen Landkreisen / Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik