CeresAward

Beste Geschäftsidee kommt aus der Schweiz

Geschäftsidee
Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Mittwoch, 03.02.2021 - 11:10

Beim diesjährigen CeresAward wurden Christian Hurni und Simon van der Veer aus Fräscheln in der Schweiz für die beste Geschäftsidee ausgezeichnet.

„Den Siegern ist es gelungen, aus relativ kleinstrukturierter Landwirtschaft kommend eine Geschäftsidee zu entwickeln, welche die Stärken ihrer Herkunft aufgreift. Die Sieger haben diese Idee mit Beharrlichkeit zu ersten Erfolgen am Markt geführt und entwickeln sie beständig weiter. Dabei haben sie besonderen Wert darauf gelegt, die soziale und ökologische Dimension der Nachhaltigkeit zu berücksichtigen und zu bewahren. Es ist der Beweis, welche Schaffenskraft und unternehmerische Stärke in der heutigen Landwirtschaft liegt“, so die Juroren über Christian Hurni und Simon van der Veer.

Die Auszeichung erfolgte durch agrarheute, die führende Fachmedienmarke im Agrarbereich aus dem Hause dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag.

Akteur am Schweizer Süßkartoffelmarkt

Die beiden Landwirte aus der Schweiz zeigten sich überrascht über den Sieg. „Wir haben mit allem gerechnet. Einzig nicht, beim CeresAward in der Kategorie Geschäftsidee zu gewinnen. Wir staunen und freuen uns sehr“, beschreibt Simon van der Veer seine Gemütsverfassung. Wie Christian Hurni ergänzt, sei es „eine Riesengenugtuung, dass wir diesen Preis gewonnen haben. Es gibt uns Selbstverstrauen, das Richtige gemacht zu haben und es spornt uns an, auch in Zukunft diesen Weg weiter zu gehen“.

Die beiden Landwirte haben den Sprung vom Startup zum etablierten Unternehmen geschafft. Mit ihrer Batati GmbH aus Fräschels im Schweizer Kanton Freiburg sind sie zu einem wichtigen Akteur am Schweizer Süßkartoffelmarkt geworden. Wie van der Veer betont, erzeugen sie ihre Süßkartoffeln „in einem Spannungsfeld, wo kein Pflanzenschutz eingesetzt wird, die Waren trotzdem perfekt aussehen und zudem noch billig sein sollen. Für die Landwirtschaft geht der Weg noch mehr über Regionalität“.

Kooperation mit weiteren Erzeugern

Gemeinsam mit zehn weiteren Erzeugern produzieren, lagern und vermarkten sie die mit ihrer eigenen Marke versehene Ware. Besonders zeichnen sie sich dadurch aus, für kleine Betriebe eine Marktnische identifiziert, besetzt und ausgebaut zu haben. Denn regionales Einkaufen, etwa über Selbstbedienungsläden, liegt im Trend. „Die Kunden bekommen besseren Geschmack und Qualität und haben auch noch ein ruhigeres Gewissen. Wir Landwirte müssen verschiedene Absatzkanäle bedienen, aber dabei möglichst alle Stufen der Wertschöpfung in unseren Händen behalten“, hob Hurni hervor. Die beiden Landwirte zeigen außerdem noch soziales Engagement, in dem sie Asylsuchenden eine Arbeit auf ihrem Betrieb geben.