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Agrarförderung

Anbindehaltung: Jetzt 40% Zuschuss für Stallumbau

Josef koch
Josef Koch
am Mittwoch, 09.03.2022 - 16:26

Höherer Fördersatz soll Umbau zu kleinen Laufställen attraktiver machen. Verbesserungen auch für Bergbauern.

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Landwirtschaftliche Betriebe können ab sofort wieder Anträge für eine Förderung im Bayerischen Sonderprogramm Landwirtschaft (BaySL) stellen, mit teilweise verbesserten Förderkonditionen. Laut Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber ist die Förderung in Teilen nicht nur attraktiver gestaltet, sondern die Palette der förderfähigen Investitionen mit Blick auf aktuelle Herausforderungen gezielt angepasst. „Wir zeigen mit unseren Programmen, dass wir flexibel auf neue Herausforderungen reagieren und unsere Betriebe bei den Veränderungen unterstützen“, sagte Kaniber.

Die wesentliche Neuerung im Programm stellt die Erhöhung des Fördersatzes von 30 % auf 40 % für Vorhaben zur erstmaligen Umstellung von Anbinde- auf Laufstallhaltung bei Milchkühen dar. Den Zuschuss gibt es für Investitionen bis maximal 150.000 €.

„Mein Ziel ist es, dass wir möglichst keinen Betrieb auf dem Weg aus ganzjähriger Anbindehaltung verlieren. Das geht nicht nur mit Beratung, dazu braucht es auch eine entsprechende Förderung, wenn sich ein kleiner Betrieb zum Neu- oder Umbau seines bestehenden Stalles entscheidet. Wir wollen im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel die Betriebe bestmöglich unterstützen“, so die Landwirtschaftsministerin. Auf diese Weise trägt der Freistaat den gesellschaftlichen und politischen Forderungen nach mehr Tierwohl Rechnung.

Zuschüsse auch für Berggüllefässer

Erweitert hat das Ministerium das Sonderprogramm Landwirtschaft auch im Bereich Frostprävention im Weinbau. Gefördert wird hier erstmals die Anbringung von Heizdrähten in Rebanlagen. Das Anschaffen von Spezialmaschinen zur Bewirtschaftung von Steillagen fördert Bayern wie bisher im Berggebiet als auch in den Steillagen des Weinbaus unterstützt.

Um die gesetzten Klimaziele und die dafür notwendige Ammoniak-Reduktion zu erreichen, wird nun auch kleinen Bergbauernbetrieben ein Anreiz gegeben, ihren Beitrag hierfür zu leisten. Ab sofort werden auch sogenannte Berggüllefässer gefördert, wenn sie auf eine bodennahe Gülleausbringung in Steillagen ausgelegt sind.

Interessierte Landwirtinnen und Landwirte können sich für nähere Informationen an das für sie zuständige Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten wenden. Die Antragsunterlagen und ergänzende Informationen zur Antragstellung können Landwirte demnächst im Internet unter www.stmelf.bayern.de/foerderwegweiser abrufen.

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