Auszeichnung

Agrarfamilie 2021: Mit Herz und Leidenschaft

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Externer Autor
am Mittwoch, 20.10.2021 - 17:50

Die Siegerbetriebe der Agrar-Familie 2021 haben ihre Preise erhalten. Die Auszeichnung erfolgt durch Wochenblatt, BBV und BR.

Agrar-Familie heißt der Wettbewerb, in dem der Bayerische Bauernverband, der Bayerische Rundfunk und das Wochenblatt alle zwei Jahre Betriebe suchen, die mit Mut, Beharrlichkeit und Warmherzigkeit die Herausforderungen anpacken. Nachdem die Jury im Sommer über die Sieger in den Kategorien Betriebsentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit, soziales Engagement und Jungunternehmer gebrütet hatte, konnten jetzt die Preise übergeben werden – coronabedingt etwas verspätet auf den Höfen der Gewinner.

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Soziales Engagement: In dieser Kategorie gewann Elisabeth Schreiner aus Falkenberg im Landkreis Rottal-Inn, Niederbayern mit dem Projekt „Weber-Fünf – Den bäuerlichen Familienbetrieb mit sozialer Landwirtschaft enkeltauglich machen“. Das Beispiel zeigt nach Meinung der Jury, dass man in schwierigen Zeiten nicht dem Verlorenen hinterher trauern muss, sondern dass man Träume ausgraben und daraus etwas Neues aufbauen kann.

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Betriebsentwicklung: Hier hattenBernhard und Alexandra Hüttinger aus Rapperszell im Landkreis Eichstätt, Oberbayern, die Nase vorn, und zwar mit ihrem Projekt „Mit Herz und Leidenschaft fürs Geflügel und die Landwirtschaft“. Die Jury hob besonders heraus, dass beide Familien, Jung und Alt, sich kontinuierlich weiterentwickelt haben. Sie haben das Ohr am Markt und darauf mit Bedacht im leistbaren Rahmen reagiert. Beide Familien haben die Arbeitsbereiche nach ihren Stärken klar aufgeteilt. Bemerkenswert ist auch die Gesamtverarbeitung des Geflügels (Convenience-Produkte).

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Öffentlichkeitsarbeit: Hier führte kein Weg an der Familie Schmid auf Gut Grasleiten bei Huglfing im Landkreis Weilheim-Schongau, Oberbayern vorbei. Das Projekt heißt schlicht „Ferien und Erlebnisbauernhof mit Bauernhofkindergarten“. Die günstigen Voraussetzungen des Betriebes werden konsequent genutzt, um ein realistisches und damit positives Bild der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit zu zeichnen, war sich die Jury einig. Neben einer klaren Vorstellung über die Entwicklung des eigenen Betriebes werden auch sich zufällig ergebende Chancen schnell erkannt und in das eigene Betriebskonzept eingebaut.

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Jungunternehmer:Ausgezeichnet wurde Familie Christian Hückl aus Fladungen, im Landkreis Rhön-Grabfeld, Unterfranken. Das Projekt heißt etwas sperrig „Vollautomatisierte Abläufe – Neubau eines Bullenmaststalles mit automatisierter Einstreuanlage und Fütterungsroboter“.

Die Jury war der Meinung, dass da ein betriebswirtschaftlich und konzeptionell durchgeplantes System und ein auf Kreislauf ausgerichtetes Betriebskonzept dahinter steckt. Alles, was Hückls auf ihren Flächen erzeugen, wird auf dem Betrieb weiterverarbeitet, ob als Futter, als Biogas oder für die Produkte im Hofladen und fürs selbstgebackene Brot.

Die Preisträger stellen wir in den nächsten Tagen noch detaillierter vor. Schauen Sie rein.