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Straßenverkehr

Wildunfälle: 10 Tipps zum richtigen Verhalten

Das Risiko für Wildunfälle steigt im Herbst. So können Sie das Risiko minimieren.
Christel Grommel
am Dienstag, 25.10.2022 - 07:10

Im Herbst steigt das Risiko für Wildunfälle. Wie verhalten sich Autofahrer richtig und was tun, wenn es passiert ist?

Im Herbst sind Wildschweine und Damhirsche vermehrt unterwegs. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Tiere auch Straßen queren. Der Deutsche Jagdverband (DJV) appelliert daher an Autofahrer und Autofahrerinnen, sich vorsichtig zu verhalten, besonders in der Dämmerung. Ein Wildunfall ist nicht zu unterschätzen: Der Zusammenstoß mit einem rund 70 Kilogramm schweren Damhirsch bei Tempo 60 hat in etwa den Effekt, als würde sich ein zweieinhalb Tonnen schweres Nilpferd auf die Motorhaube setzen. Ein 100 Kilogramm schweres Wildschwein entspricht bereits einem dreieinhalb Tonnen schweren Nashorn.

Wie lässt sich ein Wildunfall verhindern?

  • Vorsicht in der Dämmerung: Zwischen 6 und 9 Uhr morgens ist es im Herbst besonders gefährlich. An unübersichtlichen Wald- und Feldrändern die Geschwindigkeit reduzieren.
  • Neue Straßen durch Waldgebiete und entlang von Waldrändern sind risikoreicher, da Tiere gewohnte Wege nutzen. Hier besonders vorsichtig sein.
  • Taucht ein Tier am Straßenrand auf, abblenden, hupen und bremsen. Im Ernstfall scharf bremsen und nicht ausweichen.
  • Tiere kommen meist nicht allein - Autofahrer sollten mit Nachzüglern rechnen.

Richtiges Verhalten nach einem Wildunfall

  • Die Unfallstelle richtig sichern: Warnblinkanlage, Warnweste und Warndreiecke gehören dazu. Polizei anrufen.
  • Tote Tiere, soweit möglich, von der Fahrbahn ziehen. Handschuhe tragen!
  • Zu verletzten Tieren Abstand halten.
  • Totes Wild darf nicht mitgenommen werden.
  • Flüchtenden Tieren nicht folgen, sondern die Fluchtrichtung in der Unfallmeldung mitteilen.
  • Für die Versicherung: Von Polizei oder Jäger eine Wildunfallbescheinigung ausstellen lassen.