Statistik

Weihnachtsfakten: Dänen liefern Bäume, Rotkraut aus heimischem Anbau

Josef Koch
Josef Koch
am Dienstag, 22.12.2020 - 11:57

Aus Dänemark stammen die meisten importierten Weihnachtsbäume. Das Rotkraut beim Weihnachtsessen kommt aber meist von den heimischen Feldern.

Dieses Jahr werden wegen der Coronabeschränkungen und des harten Lockdowns wohl mehr Weihnachtsbäume in den Wohnungen stehen. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, wo die meisten  Weihnachtsbäume herkommen, die importiert werden. Sie stammen aus Dänemark. Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) lieferte das nördliche Nachbarland Dänemark knapp 88 % der rund 2,3 Millionen frischen Weihnachtsbäume, die 2019 insgesamt nach Deutschland importiert wurden. Etwa 45 % der rund 2 Millionen dänischen Bäume trafen bereits im November ein, weitere 54 % dann im Dezember.

Heimische Weihnachtsbäume werden außerhalb des Waldes auf speziell dafür angelegten Flächen für Weihnachtsbaumkulturen angebaut. In Deutschland befassten sich 2019 etwa 3.390 Betriebe auf einer Fläche von 15.900 Hektar mit der Aufzucht von Tannenbäumen. Zum Vergleich: Die Fläche, auf der in Deutschland weitere Bäume und Holzpflanzen in Baumschulen gezogen werden, lag mit 18.200 Hektar etwa in derselben Größenordnung.

Viel heimisches Rotkraut

An den Weihnachtsfeiertagen wird in vielen Familien ein klassisches Weihnachtsmenü in Form eines Gänse- oder Entenbratens serviert. Der Klassiker unter den winterlichen Beilagen ist dabei der Rotkohl. Im Jahr 2019 wurden in Deutschland knapp 125.000 Tonnen Rotkohl geerntet. Damit liegt der Rotkohl in Bezug auf die Erntemenge nach dem Weißkohl (450.000 Tonnen) an der Spitze unter den anderen Winterkohlarten wie Wirsing (32.000 Tonnen), Grünkohl (17.000 Tonnen) und Rosenkohl (10.000 Tonnen).

Fast 80 % der Gesamterntemenge von Rotkohl entfielen auf die Bundesländer Bayern, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Zum Vergleich: Nur rund 24.000 Tonnen Rot- und Weißkohl wurden 2019 aus dem Ausland importiert.