Demographie

Stadt und Land: Unterschied wird größer

alte-menschen-auf-dem-land
BLW
am Donnerstag, 18.03.2021 - 10:56

Die regionalen Unterschiede in der Bevölkerungsentwicklung in Deutschland nehmen bis 2040 weiter zu.

Wie aus der neuen Prognose des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBSR) hervorgeht, werden wirtschaftsstarke Großstädte und ihr Umland sowie einige ländliche Regionen weiterwachsen, während sich die Bevölkerungszahl in strukturschwachen Gegenden abseits der Metropolen weiter verringert.

Insgesamt wird die Bevölkerung bundesweit weniger schrumpfen als bislang angenommen. Die Forscher sagen für das Jahr 2040 einen leichten Rückgang auf 81,9 Mio. Menschen voraus, das wären rund 1,3 Mio. weniger als bisher.

Starke Altersunterschiede

In Regionen mit stark zurückgehenden Bevölkerungszahlen wird das Durchschnittsalter laut dieser Prognose überdurchschnittlich stark ansteigen. Im Jahr 2040 werden die Menschen in den Landkreisen Elbe-Elster, Greiz und Altenburger Land im Durchschnitt rund 52 Jahre alt sein.

Am anderen Ende der Skala stehen Universitätsstädte wie Mainz, Münster, Heidelberg oder Jena. Die Bevölkerung wird in diesen Stadtkreisen auch 2040 im Schnitt um die 42 Jahre alt sein. Das Durchschnittsalter steigt deutschlandweit von 44,3 Jahre auf 45,9 Jahre im Jahr 2040 an. Die Zahl der Personen im Rentenalter erhöht sich der Prognose zufolge bis dahin bundesweit um 4,1 Mio.; das wäre ein Plus von 23 %. Dementsprechend würde ihr Anteil an der Bevölkerung auf knapp 27 % steigen. Im Jahr 2017 hatte dieser Wert bei 21,4 % gelegen.
Ein besonders starkes Wachstum werden hier vor allem zahlreiche Landkreise in Bayern verzeichnen. In diesen Regionen, die im Umland von Nürnberg oder München liegen, werden überdurchschnittlich viele Menschen in den nächsten Jahren das Rentenalter erreichen. In den neuen Ländern wächst der Anteil dagegen kaum oder sinkt sogar. Ursächlich ist hier der schon jetzt hohe Anteil älterer Bevölkerung.