Wissenswertes für Kinder

Warum schlafen Rehkitze auf dem Feld?

Rehkitze auf dem Acker
Maria Burkhardt
Maria Burkhardt
am Mittwoch, 19.05.2021 - 15:30

Hahn Krähgor erklärt Kindern, warum Rehkitze oft auf dem Feld liegen und wie man sie beschützen kann.

Liebe Kinder,

Der Hahn Krähgor. Er ist gezeichnet und hat buntes Gefieder.

In der Natur gibt es viel Spannendes zu entdecken. Rehkitze zum Beispiel werden immer im Mai oder Juni geboren, damit sie bis zum Herbst groß und kräftig genug sind, um gut durch den Winter zu kommen.

Die Rehmütter suchen sich häufig eine Wiese, ein Rapsfeld oder manchmal sogar einen frisch angesäten Acker aus, um ihre Jungen zur Welt zu bringen und schlafen zu lassen. So bekommen die Rehkitze mehr Wärme von der Sonne ab als im Wald.

Ist das gefährlich für die Rehkitze?

Rehkitz Waldrand

Ist das nicht gefährlich, so ganz allein auf dem Feld?, fragt ihr euch bestimmt. Doch die Rehkitze machen sich ganz klein. Sie ducken sich an den Boden, damit sie im Gras und auf dem Acker von weitem kaum zu sehen sind. Füchse können sie auch nicht riechen, da Rehkitze geruchlos sind, sonst hätten sie keine Chance zu überleben.

Gefährlich wird es für neugeborene Rehlein, wenn ein Traktor zum Mähen oder Säen kommt. Denn sie laufen nicht weg bei Geräuschen, sondern ducken sich noch mehr. Deshalb suchen Landwirte oder Jäger vor dem Mähen das Feld ab. Immer öfter setzen sie dabei technische Geräte ein. Zum Beispiel können sie eine Drohne mit Wärmebildkamera über das Feld fliegen lassen.

Rehkitze nicht mit den Händen anfassen!

Wird ein Rehkitz aufgespürt, darf es niemand mit den Händen anfassen, damit die Tiere nicht den Geruch von Menschen annehmen. Das hätte schlimme Folgen für das Rehkitz. Denn die Rehmutter, auch Ricke genannt, würde es nicht mehr als ihr eigenes Junges erkennen und nicht mehr säugen. Aus diesem Grund tragen Rehkitzretter Handschuhe und nehmen zusätzlich dicke Grasbüschel in beide Hände. Bevor sie ein Rehkitz in einen mit Gras gefüllten Wäschekorb legen und an den Waldrand tragen. Durch Fiepslaute findet die Mutter es dort schnell wieder. Sie ist nie weit weg, sondern frisst meistens ganz in der Nähe.

Bis bald,

Euer Krähgor

 

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