Bayerische Brauereien

Rinder auf dem Bierfilz

Fünf verschiedene Bierdeckel mit Rindermotiven liegen auf einem Holtisch.
Markus Bauer
am Donnerstag, 22.04.2021 - 07:05

Kühe, Stiere und Ochsen sind beliebte Motive auf Bierdeckeln. Oft liegt das an der Geschichte einer Brauerei und hat wenig Bezug zur Landwirtschaft. Wir zeigen Beispiele aus Bayerns Regionen.

Einige Biertrinker haben sich sicher schon einmal gefragt, warum manche Brauereien Rinder für ihr Logo nutzen. Wir haben uns Bierfilzl aus Bayern angeschaut und die Geschichten dahinter recherchiert.

Oberpfalz

Ein runder Bierdeckel der Brauerei Braustall liegt auf einem Holzuntergrund.

Eine noch junge und kleine Haus- und Hobbybrauerei ist Braustall in Deuerling, etwa 15 Kilometer nordwestlich von Regensburg. Dort, wo Klaus Bastian und Franz Weixner seit 2015 ihr Bier brauen, stand früher der Stall ihrer Vorfahren. Der Name für die Brauerei war damit schnell gefunden. Das Logo der Brauerei ziert in Anlehnung daran ein Rinderkopf. Die beiden Hobbybrauer erzeugen drei bis vier Sude im Jahr und verbinden das mit kleinen Festen, auf denen das Bier ausgeschenkt wird (aufgrund der Coronapandemie muss das bis auf Weiteres ausfallen).

Mittelfranken

Ein quadratischer Bierdeckel liegt auf einem Holzuntergrund. Seine Aufschrift ist dunkelblau.

In Gerolfingen ziert der Kopf eines Ochsen das Filzl der Brauerei Ruttmann. Die Braustätte gibt es als eigenständige Brauerei schon seit Ende der 1960er Jahre nicht mehr, sie ist heute ein Zweigbetrieb der Brauerei Hauf in Dinkelsbühl. Doch von 1893 bis hinein in die 1960er Jahre lautete der Name „Brauerei zum roten Ochsen“, ergänzt vom jeweiligen Familiennamen der Inhaber – Schwarz und zuletzt Ruttmann.

Ein runder Bierdeckel mit zackigen Kanten liegt auf einem Holzuntergrund. Seine Farbe ist gelblich. Darauf ist eine schwarz weiße Kuh zu sehen.

Bei einer zweiten Brauerei aus Mittelfranken, genauer gesagt in Neustadt an der Aisch, braut seit 2005 die tieraffine Hausbrauerei Kohlenmühle ihr Bier. Auf ihren Deckeln sind viele unterschiedliche Tiere abgebildet: In der Aisch lebende Fische, Vögel, aber auch Hunde oder ein Lamm. Aber warum eine Kuh? Da hilft der fränkische Dialekt: Das Wort „Moggerla“ bedeutet „kleine Kuh“ und ist die Bezeichnung für das Zwickl-Bier der Hausbrauerei.

Oberfranken

Ein quadratischer Bierdeckel liegt auf einem Holzuntergrund. Der Bierdeckel ist hauptsächlich dunkelgrün mit roter Schrift. In der Mitte ist ein farbiges Bild eines Rindes.

Im oberfränkischen Uetzing, einem Ortsteil von Bad Staffelstein ist der als Metzgerbräu bekannte Manfred Reichert zuhause. Wie der Name andeutet, ist er Brauer und Fleischer. Er verkauft seine Erzeugnisse in seinem Dorfladen. Auch das Logo auf seinen Filzln ist daran angelehnt: ein Rinderkopf mit zwei gekreuzten Beilen.

Oberbayern

Ein runder Bierdeckel liegt auf einem Holzuntergrund. Er hat eine beige Farbe. In der Mitte ist das Rindermotiv in rot.

Im Landkreis Mühldorf gehört zur Gemeinde Obertaufkirchen der Ortsteil Stierberg. Dieser gibt der im Jahr 1908 von Michael Kammhuber gegründeten Brauerei seinen Namen. Selbstverständlich bildet ein Stier das Logo des Unternehmens, das neben gängigen Sorten unter anderem ein Hochzeits- und ein Kirtabier braut.

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