Naturschutz

Keine Daten zur Verdrängung durch invasive Arten

Invasive Art
Agra-Europe
am Mittwoch, 29.01.2020 - 08:53

Nur wenige der 3 150 in Deutschland bekannten gebietsfremden Arten werden als invasiv eingestuft.

Berlin - Das Ausmaß der Verdrängung von einheimischen Tier- und Pflanzenarten durch invasive Spezies ist unbekannt. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervor. Demnach sind Daten zur Zahl der durch invasive Arten verdrängten heimischen Tiere und Pflanzen nicht verfügbar.

Zur Begründung wird angeführt, dass die zugrundeliegenden Mechanismen „vielfältig, komplex und nur in Einzelfällen umfassend beziehungsweise eindeutig erkennbar“ seien. Zudem sei die Einordnung, ob eine Art als verdrängt anzusehen sei, stark vom zeitlichen und räumlichen Betrachtungsrahmen abhängig.

Nicht bekannt ist der Antwort zufolge auch, wie viele der neu eingewanderten Arten sich nicht als schädigend erwiesen haben. Derzeit würden von den etwa 3 150 in Deutschland bekannten gebietsfremden Arten 38 Gefäßpflanzen, 20 Wirbeltiere, sieben Algen, zwei Pilze und 18 wirbellose Tierarten als invasiv eingestuft.

Auf der Liste der Arten mit unionsweiter Bedeutung seien momentan 66 Tier- und Pflanzenarten aufgeführt, von denen mindestens 37 in Deutschland vorkämen.