Blumendeko

Frauenmantel: Ein gelb-grüner Schmuck

Vorschau-Blumendeko-Frauenmantel-Collage
Rita Santl
am Mittwoch, 30.06.2021 - 15:33

Der Frauenmantel ist durch sein frisches Gelb-Grün nicht nur im Staudengarten ein guter Kombinationspartner, sondern lässt sich auch für Dekorationen vielseitig verwenden.

Frauenmantel schmückt nun mit reichen Blüten und attraktivem Laub den Garten. Die Staude hat neben dem schönen, sommergrünen Laub eine gelb-grüne Blütenfarbe und ist ein guter Kombinationspartner für andere Stauden und Rosen. Auch beim Blumenbinden wird er gerne verwendet wegen der frischen, gelb-grünen Blüten, die beim Eintrocknen ihre Form behalten. Ob als Hauptdarsteller oder als Begleitpflanze, Frauenmantel ist ein vielseitiger Blumenschmuck.

 

1. Drahtring mit Blumen

1-Drahtring mit Blumen geschmückt und an einer Schnur an der Wand aufgehängt

Drahtringe für verschiedenste Dekorationen sind in letzter Zeit stark in Mode gekommen. Dafür verwendet man Holz- oder Drahtringe oder ersatzweise zum Beispiel auch zu einem Kreis gewundene und fixierte Zweige vom Hartriegel. Zur Gestaltung eignen sich Trockenblumen und Blüten, die schön eintrocknen, zum Beispiel Frauenmantel, Rosen, Rainfarn, Strandflieder, Gräser ... Die Anordnung ist meist asymmetrisch. Den Ring hängt man als Dekoration an die Wand – in Innenräumen, aber auch auf der Terrasse.

Man braucht:

  • Drahtring,
  • verschiedene Bänder und Schnüre,
  • Efeuranke,
  • Frauenmantel,
  • Gräser,
  • Fruchtstände der Akelei,
  • Rosenknospen,
  • Reagenzgläser,
  • frische, langlebige Blumen, wie Margariten, Rosen und Kamille.

So wird's gemacht:

Man beginnt an einer Seite des Drahtringes, bindet zur Mitte hin dichter und zum anderen Rand hin wieder dünner. Eine Efeuranke bildet den Anfang, sie wird um ein Drittel bis Dreiviertel des Ringes geschlungen. Kleine Bündel aus Frauenmantel, Gräsern und den Fruchtständen der Akelei einfach mit dünnem grünem Draht umwickeln. Mit Bändern und Reagenzgläsern, die mit frischen Blüten gefüllt sind, lässt sich der Ring zusätzlich schmücken. Die Reagenzgläser mit Schnüren seitlich oder mittig befestigen. Frische, langlebige Blumen, wie Margariten, Rosen und Kamille werden darin mit Wasser versorgt. Zum Schluss noch schmale, bunte Bänder am Reifen anknoten.

 

2. Zepter mit Frauenmantel und Blüten

5-Zepter gebunden aus vorwiegend grün-gelben Pflanzen. Die zwei Zepter stehen in einer durchsichtigen Vase.

Blumenzepter sind nicht nur auf Hochzeiten ein Hingucker. Sie wirken durch ihre auffällige, längliche Form und werden gerne in Gruppen arrangiert.

Man braucht:

  • Langstielige Rose oder Blütenstand von Zierlauch,
  • Frauenmantel mit Blättern und Blüten,
  • Blätter von Kirschlorbeer oder Efeu,
  • Bindedraht,
  • Bänder,
  • Perlen auf Silberdraht.

So wird's gemacht:

Die langstielige Rose rund um die Blüte mit langen, im unteren Teil entblätterten Stielen des Frauenmantels umlegen und mit dünnem Draht umwickeln. Die Blätter vom Efeu oder Kirschlorbeer in der Länge mittig falten und mit den Spitzen nach unten zeigend nach und nach schuppenförmig anlegen; diese ebenso mit Draht umwickeln. Wer mag, kann den übrigen Stiel der Rose mit Floristen-Kreppband oder einem Schleifenband verdecken. Um die Drahtbindestelle werden dünne Bänder gewickelt und verknotet. Einen edlen Touch verleihen auf Silberdraht gefädelte Perlen, die unter der Rosenblüte befestigt werden.

 

3. Kleiner Strauß aus dem Bauerngarten

3-Strauß gebunden aus vorwiegend grünen Pflanzen. In der Mitte eine zarte Rose.

Wenn es bei der Deko mal schnell gehen soll, kommt dieser kleine Strauß gerade recht. Will man ihn in Wasser stellen, gilt: Bei allen Blumen zunächst die überflüssigen Blätter abstreifen, denn die Blüten sollen möglichst gut mit Wasser versorgt werden. Unnötige Blätter verdunsten Wasser, das für die Blüte nicht mehr zur Verfügung steht. Außerdem verursachen Blätter an den Stielen, die im Wasser stehen, schnell Fäulnis und einen unangenehmen Geruch.

Man braucht:

  • Frauenmantel,
  • Blüten von Giersch oder Holunder,
  • Rosenblüten,
  • Natur-Bindegarn.

So wird's gemacht:

Die Stängel vom Frauenmantel ab der Mitte abstreifen, ebenso beim Giersch oder den Holunderblüten, wobei erste durch längere Haltbarkeit punkten. Den Mittelpunkt dieses Straußes bildet eine Gartenrose. Zunächst nimmt man die Rose für die Mitte in die Hand und legt die weißen, filigranen Blüten ringsum ein bisschen niedriger an. Schließlich werden die Blüten und die Blätter vom Frauenmantel schräg angelegt, eine Kuppelform entsteht. Zum Abbinden eignet sich Natur-Bindegarn.

 

4. Blütenkranz mit Windlicht:

Ein grüner Kranz aus Frauenmantel wurde gebunden und um den oberen Rand eines Windlichts gelegt.

Dieser bunte, opulente Blütenkranz macht sich gut auf einem großen Esstisch, aber auch auf einer Kommode. Das Windlicht in der Mitte sorgt auch am Abend für lauschige Stimmung.

Man braucht:

  • Nass-Steckschaum in Kranzform,
  • Frauenmantel,
  • Gräser,
  • unreifes, grünes Getreide,
  • Kamille,
  • Rosen,
  • Mohnkapseln,
  • Lavendel,
  • durchsichtige Vase,
  • Kerze.

So wird's gemacht:

Den Steckschaum in Wasser vollsaugen lassen, dabei nicht unterdrücken. Währenddessen die einzelnen Pflanzen kurz schneiden, im unteren Bereich Blätter abstreifen und in die gewässerte Steckmasse einstecken. Die Außenränder lassen sich mit großen Blättern, zum Beispiel von Frauenmantel, gut abdecken. Anschließend Rosen, Kamille, Lavendel und Mohnkapseln verteilt einstecken und mit Frauenmantel die Lücken auffüllen.

 

5. Windlicht mit Kränzchen

Ein buschiger Kranz aus grün, lila, rosa-farbenen Pflanzen wurde gebunden und um den Fuß eines Windlichts gelegt.

Ein filigranes Kränzchen in Grün-Gelb ziert dieses Windlicht. Passende Bänder ergänzen das Arrangement.

Man braucht:

  • Blumendraht,
  • Blüten von Frauenmantel,
  • Blätter vom Spindelstrauch und von Gräsern,
  • Samenstände der Akelei (genauso könnte man beispielsweise Lavendel, Jungfer im Grünen und Efeu verwenden, die ebenso haltbar sind),
  • grünen, dünnen Bindedraht,
  • farblich passende Bänder,
  • Glas,
  • Kerze.

So wird's gemacht:

Zunächst misst man sich ein Stück Draht in der Länge des Glasumfanges ab, gibt etwa 2 cm Zugabe für die Stärke des Kränzchens dazu und versieht ein Ende mit einer Öse sowie das andere mit einem Haken. Nun werden die kurz geschnittenen Blüten büschelweise angelegt und mit Bindedraht umwickelt. Den Kranz um den Glasrand legen und an den Enden zusammenstecken. Farblich passende Bänder, die zu einer Schleife verknotet werden, zieren das Windlicht und verdecken den Drahtverschluss des Kränzchens.

 

Wissenswertes zum Frauenmantel

Der Frauenmantel ist eine anspruchslose Staude, die sowohl in der Sonne, als auch im Halbschatten gedeiht, einige Arten wachsen sogar im Schatten. Frauenmantel bevorzugt nährstoffreichen und durchlässigen Boden, toleriert aber auch schwere Lehmböden. Mit seinem niedrigen Wuchs eignet er sich gut als Beeteinfassung. Schneidet man die Blüten ab, sobald sie braun werden, blüht die Staude ein zweites Mal.

Lateinisch heißt der Frauenmantel Alchemilla und gehört zur Familie der Rosengewächse. Der Name Frauenmantel nimmt einerseits Bezug auf die Blattform, die an einen Überwurf-Mantel erinnert. Andererseits weist der Name auf die Heilkräfte gerade für Frauen hin, die helfen können, deren Hormonhaushalt zu regulieren. Er ist in Europa, Asien und Afrika verbreitet und gedeiht vorwiegend in Gebirgen. Sind seine Blätter stark behaart, wird die Pflanze auch als Silbermantel bezeichnet. Rund 300 Arten gibt es in Europa, bei uns ist er als Bauerngartenpflanze sehr beliebt und wird wegen seiner Heilwirkung auch als Arzneipflanze angebaut.

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