Lieber Leser

Ich bin ein Fan der realen Bilder

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Sepp Kellerer Portrait 2019
Sepp Kellerer
am Donnerstag, 21.02.2019 - 10:59

Konnten Sie am letzten Wochenende auch mal für ein paar Stunden das schöne Wetter nutzen?

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Vielleicht bei einem Spaziergang durch die Fluren, vielleicht bei einer Rast auf einem Bankerl am Waldrand oder gar bei einer Pause auf der Terrasse eines Cafes? Ich hatte das Glück, letzteres genießen zu dürfen. Und die Pause hat dann etwas länger gedauert als geplant. Ich konnte mich kaum sattsehen an der trotz Schneelage erwachenden Natur. Immer wieder schweifte mein Blick über die Kulturlandschaft, die Ihre Vorfahren geschaffen haben, die Sie, liebe Leser, pflegen und gestalten und für die nächste Generation bewahren. Die Bilder haben sich tief ins Hirn gebrannt, Gott sei Dank!

Denn so konnte ich sie wieder hervorholen, als ein paar Tage später in einem belanglosen Fernsehkrimi der abstruse Mordfall um den Streit zwischen Vater und Sohn, zwischen profitgeilem Agrarindustriellen und idealistischem Biobauern, konstruiert wurde. Zu allem Überfluss sollte dann der ermittelnde Kommissar mit einer Pestiziddusche – Entschuldigung, normalerweise gebrauchen wir diesen Begriff im Wochenblatt nicht – abgefeuert von einer Drohne im Biogasmaisfeld außer Gefecht gesetzt werden. Ja, ich weiß, wegschalten wäre die richtige Entscheidung gewesen, aber ob ich dann was Vernünftigeres gefunden hätte in der digitalen oder virtuellen Welt? Die realen Bilder vom letzten Wochenende ins Gedächtnis zu rufen, war vielleicht doch die bessere Entscheidung.

Reale Bilder können wir Ihnen auch im aktuellen Heft bieten vom Wettbewerb Blühende Rahmen. Vielleicht stechen solche wirklichen Szenen ja doch dem einen oder anderen Städter, der real und hoffentlich mit offenen Augen übers Land fährt oder gar wandert, ins Auge.

Verbürgte Informationen können wir Ihnen auch darüber liefern, dass der Deutsche Nachhaltigkeitspreis Forschung 2018 an ein Projekt mit intensiver Beteiligung der Landwirtschaft gegangen ist, nämlich an das F.R.A.N.Z-Projekt. In diesem werden Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt in intensiv genutzten Agrarlandschaften entwickelt und erprobt.

Übrigens: Partner des Deutschen Bauernverbandes bei F.R.A.N.Z. ist unter anderem der Naturschutzbund Deutschland. Wenn man sich die Öffentlichkeitsarbeit des NABU ein wenig anschaut, hätte man eigentlich erwarten können, dass er auch den Erfolg beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis verkauft. Leider konnte er sich dazu nicht durchringen, schade!