Gesundheit

Diese Coronaregeln gelten in Bayern

Claudia Adamec, Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt
Claudia Adamec
am Donnerstag, 17.12.2020 - 13:04

Bis einschließlich 10. Januar 2021 gelten verschärfte Corona- und Hygieneregeln in Bayern. Die wichtigsten Punkte auch für die kommenden Weihnachtsfeiertage und Neujahr.

Allgemeines

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Ausgangssperre: Zwischen 21 und 5 Uhr muss zu Hause geblieben werden, außer es liegt eine begründete Ausnahme vor. Darunter zählen z. B. die Versorgung von Tieren sowie veterinäre Notfälle oder auch ein beruflicher, unaufschiebbarer Einsatz (z. B. am Feld oder im Wald).

Weiter dürfen natürlich unterstützungsbedürftige Personen und Minderjährige betreut werden. Und auch die Begleitung Sterbender ist weiterhin erlaubt.

Für einen Verstoß gegen die Ausgangssperre werden mind. 500 € fällig.
Es gilt ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit.

Private Treffen: Es wird empfohlen, die Kontakte auf ein Minimum zu beschränken. Personen eines weiteren Hausstandes dürfen besucht werden, solange dabei eine Gesamtzahl von insgesamt fünf Personen nicht überschritten wird. Kinder der beiden Hausständen bis 14 Jahren sind hiervon ausgenommen.

Offene Geschäfte: Darunter zählen u.a. Direktvermarktung und Wochenmärkte, Verkauf von Weihnachtsbäumen, Tierbedarf und Futtermittel, Lebensmittelläden, Apotheken, Reformhäuser, Drogerien, Babyfachmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Tankstellen, Kfz-Werkstätten (auch Fahrrad), Sparkassen/Banken, Physio-/Ergotherapie, Logopädie, med. Fußpflege, Hörgerätakustiker, Optiker, Sanitätshäuser oder Post.

Geschlossen sind Geschäfte wie Frisöre (Körperpflege) oder Baumärkte (diese sind nur zugänglich für Handwerker).

Direktvermarktung und Gastronomie

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Direktvermarktung: Direktvermarkter haben durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, das grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 m zwischen den Kunden eingehalten werden kann. Als Direktvermarkter ist dafür zu sorgen, dass die Zahl der gleichzeitig im Ladengeschäft anwesenden Kunden nicht höher ist als 1 Kunde je 10 qm (unter 800 qm).

Für das Personal, die Kunden und ihre Begleitpersonen gilt Maskenpflicht in den Verkaufsräumen, auf dem Verkaufsgelände, in den Eingangs- und Warteflächen vor den Verkaufsräumen und auf den zugehörigen Parkplätzen; soweit in Kassen- und Thekenbereichen von Ladengeschäften durch transparente oder sonst geeignete Schutzwände ein zuverlässiger Infektionsschutz gewährleistet ist, entfällt die Maskenpflicht für das Personal.

Das bereits ausgearbeitete Schutz- und Hygienekonzept gilt weiterhin.

Gastronomie: Für Bauernfamilien, die zusätzlich eine Gastronomie wie z. B. Hofcafé betreiben, ist weiterhin nur die Abgabe und Lieferung mitnahmefähiger Speisen und Getränke zulässig. Ein Verzehr vor Ort ist untersagt.

Übernachtungen und Unterkünfte

Übernachtungen: Weiterhin können Übernachtungsangebote (Beherbergungsbetriebe, Schullandheime, Jugendherbergen, Campingplätze) nur für glaubhaft notwendige, insbesondere für berufliche und geschäftliche Zwecke zur Verfügung gestellt werden. Übernachtungsangebote zu touristischen Zwecken sind weiterhin untersagt. Es gelten die bestehenden Hygienemaßnahmen. Tagungen und vergleichbare Veranstaltungen (z.B. Feiern) sind auch weiterhin untersagt.

Unterkünfte für Beschäftgte: Landwirtschaftliche Betriebe, die mindestens 50 Personen beschäftigen, die in Sammelunterkünften oder in betriebseigenen oder angemieteten Unterkünften untergebracht sind, können die aus infektionsschutzrechtlicher Sicht erforderlichen Schutz- und Hygienemaßnahmen von der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde im Einzelfall angeordnet werden. Als Betreiber ist der Landwirt für die Einhaltung der Schutz- und Hygienemaßnahmen verantwortlich und hat dies regelmäßig zu überprüfen und zu dokumentieren.

Schulen und Kitas

Die Schulen sind für Schüler geschlossen. Schulveranstaltungen finden nicht statt. Regelungen zur Notbetreuung und zu Angeboten des Distanzlernens werden erlassen.

Angebote des Distanzlernens werden bis zum 18. Dezember eingerichtet. Für die Zeit bis zu den regulären Weihnachtsferien (einschließlich 22. Dezember 2020) wird an den Schulen für Eltern, die ihre Kinder nicht selbst betreuen können, zudem eine Notbetreuung angeboten. Die Notbetreuung gilt für Kinder der Jahrgangsstufen 1 bis 6 sowie für Schüler der Förderschulen und Kinder mit Behinderungen.

Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierte Spielgruppen für Kinder sind geschlossen (evtl. Notbetreuung möglich).

Gottesdienste

Gottesdienste sind erlaubt, es besteht eine zusätzliche Anmeldepflicht bei Messen mit hoher Besucherzahl. Weiterhin gelten die bisherigen Maßnahmen wie Maskenpflicht am Platz, Gesangsverbot und Mindestabstand.

Sonderregelungen zu Weihnachten und Silvester

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Weihnachten: Nur vom 24. bis 26.12. gelten Sonderregelungen: Ein Hausstand darf sich mit 4 weiteren Personen treffen (zzgl. Kinder bis 14 Jahren), egal aus wie vielen Hausständen diese 4 Personen kommen.

Zum engsten Familienkreis gehören außer den Angehörigen des eigenen Hausstands auch Ehegatten, Lebenspartner und Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandte in gerader Linie, Geschwister, Geschwisterkinder und deren jeweiligen Haushaltsangehörige.

Silvester/Neujahr: Es herrscht ein vollständiges Verbot von Versammlungen und Ansammlungen. Der Verkauf von Pyrotechnik ist verboten. Das Abbrennen und die Mitführung von Pyrotechnik werden an Silvester und Neujahr auf von den Kommunen festzulegenden publikumsträchtigen Plätzen verboten.

Weitere Informationen: https://www.bayern.de/service/coronavirus-in-bayern-informationen-auf-einen-blick/ und Maßnahmen vom 15.12.2020: https://www.verkuendung-bayern.de/baymbl/2020-737/