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Tipp einer Leserin

Bastelidee: Ein Adventskranz aus dem Wald

Adventskranz mal anders: Ein wahres Schmuckstück ist diese Wurzel, die mit Kerzen und Zweigen zum Adventskranz umdekoriert wird. Das Schöne beim Nachbasteln: Jedes Stück wird ein Unikat.
Sophia Gottschaller
Sophia Gottschaller
am Montag, 21.11.2022 - 08:03

Die Natur vorm Haus spendet das Material für diesen Adventskranz – Bäuerin Monika Keck aus Falkenberg in der Oberpfalz stellt ihre Idee vor.

Gartenbäuerin Monika Keck ist eine eifrige Bastlerin und probiert gerne neue Ideen aus.

Der klassische Adventskranz ist rund – diese Form symbolisiert Unendlichkeit. Wer es mit dieser Tradition nicht so genau nimmt und gerne mit Naturmaterialien bastelt, wird an dem Adventskranz von Monika Keck seine Freude haben. Die Gartenbäuerin lebt in Falkenberg im Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth. „Bei einem ausgedehnten Waldspaziergang kam mir die Idee, einen Adventskranz aus einer Wurzel zu gestalten“, erzählt sie und freut sich über das gelungene Ergebnis. Dem Wochenblatt stellt sie ihre Idee zur Verfügung. 
Dafür braucht man: eine große, geschwungene Wurzel oder einen besonders geformten Ast oder Teil eines Stammes, zudem Nägel, Hammer, eine schöne Baumscheibe, Seitenschneider, vier Stumpenkerzen, Feuerzeug, Moos, Heißkleber, Ranken von Efeu und Zweige von Thuja, Hand-Tacker, getrocknete Orangenscheiben, feiner Basteldraht, Filzwolle.

Die vier Kerzen werden ebenfalls mithilfe von Nägeln auf der Wurzel verteilt befestigt

1. Wurzel an Baumscheibe nageln: Das Holzstück gut säubern und trocknen. Damit die Wurzel, die später ausdekoriert wird, einen festen Stand hat, nagelt Monika Keck sie an der Baumscheibe fest. Dabei muss man ein bisschen herumprobieren, wie die Wurzel gleichzeitig solide steht und trotzdem dekorativ aussieht. Schön ist es, wenn auf der Baumscheibe auch noch Platz für eine Kerze bleibt.

2. Nägel als Kerzenhalter: Die Flächen, auf denen man die Kerzen platziert, sind am besten eher flacher, damit die Kerzen gut am Holz anliegen. Als Kerzenhalter setzt die Bäuerin Nägel ein. Damit die Kerzen fest auf der Wurzel sitzen, wählt man ausreichend lange Nägel aus: Sie sollen einerseits fest in der Wurzel stecken, aber auch noch weit genug herausschauen, damit die Kerzen gut auf ihnen halten. Je nach Konstruktion kann es leichter sein, die Nägel für die Kerzen schon einzuschlagen, bevor man die Wurzel an der Baumscheibe befestigt.

3. Kerzen aufstecken: Bevor sich die Kerzen überhaupt auf die Nägel stecken lassen, muss man die Nägelköpfe mit einem Seitenschneider abknipsen. Damit sich die Kerzen leichter aufstecken lassen und auch gut halten, hat Keck einen ein Tipp parat: „Wenn man die Nägel mit einem Feuerzeug erhitzt, dann geht das Aufstecken leicht von der Hand“, rät sie.

4. Adventskranz ausschmücken: Nachdem alle Kerzen festgesteckt sind, kann man schließlich mit dem Ausdekorieren beginnen. Moos klebt die Bäuerin mithilfe von Heißkleber fest, die Zweige befestigt sie mit einem Handtacker am Holz. Die getrockneten Orangenscheiben werden einfach aufgelegt. Wer mag, kann auch Zweige der Hagebutte, Flechten oder Zapfen hinzufügen. Zum Schluss rundet Keck ihren naturnahen Adventskranz mit feinem Basteldraht und Deko-Wolle ab. „So kann der Advent kommen“, freut sie sich.

Wichtig: Ein Adventskranz aus Naturmaterialien birgt immer auch Brandgefahr! Deshalb sollte man den Kranz mit den brennenden Kerzen nie aus den Augen lassen. Generell gilt: Verlässt man das Zimmer, werden die Kerzen gelöscht.