KLJB

Artenvielfalt - Faszination Moor

Thumbnail
Ulrich Graf Portrait 2019
Ulrich Graf
am Dienstag, 16.10.2018 - 14:38

Die Katholische Landjugendbewegung Augsburg (KLJB) hat ihre Herbstvollversammlung (12.-14.10.2018) unter das Leitwort „Faszination Moor“ gestellt.

So haben sich rund 40 Jugendliche und junge Erwachsene im Studienteil das ganze Wochenende mit Artenvielfalt, Hochwasserschutz und CO2-Speichern beschäftigt. Dabei haben sie ihre Faszination für den vermeintlich öden Lebensraum entdeckt. Die Versammlung hat im KLJB-eigenen Landjugendhaus Kienberg in Bernbeuren (LK Weilheim-Schongau) stattgefunden, zu dessen Füßen, rund um den Haslacher See, ein Moorgebiet liegt.

Daher fand der Studienteil dieses Mal sehr praktisch und größtenteils direkt im Studienobjekt statt. Referenten der Allgäuer Moorallianz unternahmen mit den KLJBlern eine Exkursion ins Moor, wo die Jugendlichen das Biotop mit allen Sinnen selbst erlebten. Manch einer sogar barfüßig. Dabei erläuterten die Referenten unter anderem die geologische Entwicklung und Entstehung von Mooren, die Tier- und Pflanzenwelt des Lebensraums und präsentierten (auf einem mitgebrachten Bild) eine der wenigen bisher dokumentierten bayerischen Moorleichen,  Rosalinde. „Ich habe einen Lebensraum kennengelernt, den ich bisher noch nie gesehen hatte“, sagte Kilian (26) aus Lindau, der nun weiß, worauf er im Moor achten muss, um nicht zu versinken.

Auch die Bedeutung von Mooren für den Klimaschutz und die Artendiversität wurden während der Exkursion nachhaltig vermittelt. Tobias aus Sontheim sieht den Lebensraum nun mit ganz anderen Augen, wie er sagte: „Ich habe Moor bisher immer als landwirtschaftlich nicht nutzbare Fläche betrachtet, nun weiß ich, dass es eine sehr wertvolle und schützenswerte Landschaft ist. Das war wirklich sehr spannend.“  Und der 25jährige Christian aus Oettingen fand es schön, dass „dieses Mal das Landwirtschaftliche bei der Diözesanvollversammlung der KLJB im Zentrum steht und zu spüren ist. Eigentlich wirkt ein Moor sehr lebensfeindlich und beim Stichwort Artenvielfalt denkt man eher an tropische Regenwälder. Doch die Allgäuer Moore haben in dieser Hinsicht auch sehr viel zu bieten. Das hat mich überrascht.“