Ausbildung

Zwei Bayern unter den besten Fachkräften Agrarservice

Ararservice (18)
Fritz Arnold
am Donnerstag, 06.08.2020 - 13:26

Die Fachkräfte Agrarservice sind Spezialisten für den Einsatz schwerer Maschinen.

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Moderne Maishäcksler haben heute bis zu 1100 PS, kosten eine halbe Million Euro, sie können in einer Stunde die enorme Menge von 240 Tonnen von vier Hektar Mais ernten. In ähnlichen Dimensionen bewegen sich die Zuckerrübenvollerntemaschinen. Die Fahrer solcher Ungetüme brauchen eine Spezialausbildung. Sie werden an neun Schulstandorten in Deutschland zu Fachkräften Agrarservice ausgebildet. Die 20 Besten der jährlich rund 250 Absolventen trafen sich nun in Triesdorf zum Berufswettbewerb.

Aus den Prüflingen, die vom Bodensee bis zum Nordseestrand kamen, ging Jurkat Milan aus dem Lohnunternehmen MFS in Wattenbach im Landkreis Ansbach hervor. Das Kürzel MFS steht für die Gründer Messerer, Frank und Schramm. Neben dem jungen Mann, der in Abenberg im Kreis Roth wohnt, nahmen die Plätze auf dem Siegerpodest Jan Jendrik Nielsen aus Niebel in Schleswig-Holstein und Lukas Krämer aus Güntersleben in Unterfranken ein.

Veranstalter ist Bundesverband der Lohnunternehmer

Der vom Bundesverband der Lohnunternehmer veranstaltete Berufswettbewerb fand im Neuen Fachzentrum für Energie und Landtechnik Triesdorf statt. Hier wird nach Angaben von dessen Leiter Norbert Bleisteiner im November ein neuer Fortbildungslehrgang zum Agrarservice-Meister beginnen.

Die Wettkampfsaufgaben waren ein Spiegelbild der vielfältigen Ausbildunginhalte und Tätigkeitsfelder in den Lohnunternehmen und Agrarservicebetrieben, die vom Anbau verschiedener Kulturpflanzen, von Bodenbearbeitung bis Ernte, von Düngung bis Pflanzenschutz, von ökologischen Zusammenhängen und gesellschaftlichen Erwartungen bis zur Berechnung und Erstellung von Dienstleistungsangeboten reicht.
Zu erstellen war unter anderem der Arbeitspreis für eine komplette Häckslerkette und zu zeigen, wie gewandt man in Kundengesprächen sei und bei Reklamationen agieren könne. Unter Beweis zu stellen war auch die Bestimmung von Unkräutern und das Wissen über Abstandsregeln und den Bienenschutz. Schließlich war auch Feingefühl mit Großmaschinen gefragt und zu beweisen, wie Anhänger rückwärts bugsiert werden können. Die drei Erstplatzierten erhielten wertvolle Sachpreise und attraktive Preisgelder vom Landtechnikhersteller Amazone.

Berufswettbewerb der Fachkräfte Agrarservice