Kinder

Stützräder sind Sturzräder

Ein Junge im Kindergartenalter fährt auf einem roten Fahrrad mit Stützrädern. Er trägt einen weißen Sturzhelm.
Detlef Träbert
am Montag, 29.03.2021 - 15:30

Stützräder halten zwar das Fahrrad der Kinder aufrecht - Fahrradfahren lernen sie aber nicht.

Fahrradfahren ist „in“ und viele Eltern können es kaum erwarten, dass die Kinder radeln lernen. Schon für Zweijährige gibt es kleine Fahrräder. Diese mit Stützrädern auszustatten ist aber keine gute Idee. Zwar halten die Stützräder das Zweirad aufrecht, doch Fahrradfahren lernen die Kleinen so nicht.

Nicht zu unterschätzen ist auch die Sturzgefahr. Da die kleinen Hinterräder weit abstehen, sind es Stolperfallen, zumal kleine Kinder noch keine Abstände zu anderen einschätzen können. Erheblicher jedoch sind die Gefahren für das Kind selbst. Wenn ein Stützrad über die Bordsteinkante oder in ein Schlagloch absackt, kann das Rad samt Kind umkippen.

Kein Gleichgewicht und falsche Haltung

Beim Erlernen des Radfahrens sind Stützräder sogar hinderlich, weil sie kein Gleichgewichtsgefühl aufkommen lassen. Zudem gewöhnen sich die Kleinen eine falsche Haltung beim Kurvenfahren an. Statt sich nach innen zu lehnen, geben sie der Fliehkraft nach und legen sich nach außen. Die Kinder sollten daher lieber mit Roller oder Laufrad beginnen, rät der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club. Damit wird von Anfang an das Halten des Gleichgewichts trainiert, wodurch sie später leichter auf das Fahrrad umsteigen können.

Für beides, Laufrad und Fahrrad, ist wichtig, dass die Größe passt. Das Kind muss mit beiden Händen gut an den Lenker kommen und mit den Füßen den Boden bequem erreichen können.

Top Themen:
  • Borkenkäfer: April verzögert Schwärmflug
  • Schweinehaltung: Luft wird immer dünner
  • Fungizide in Winterweizen
  • Grenzsteinsuche mit Satelliten
  • Ernährung: Die Zukunft im Blick
  • Kursfeuer rund um den Globus
Kostenfreies Probeheft Alle Aboangebote