Teenager

Mach dein Handy nicht zur Waffe!

Zwei Männer in überwiegend schwarzer Kleidung vor einem Aufsteller zur Aktion "Mach Dein Handy nicht zur Waffe"
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Redaktion Wochenblatt
am Donnerstag, 27.05.2021 - 10:11

Viele Kinder und Teenies machen sich im Netz strafbar. Die Aktion "Mach dein Handy nicht zur Waffe" klärt altersgerecht mit einem TikTok-Video auf.

Gewaltvideos, Hakenkreuze und Kinderpornografie: In den vergangenen Jahren gab es an bayerischen Schulen vermehrt Fälle, in denen strafbare Inhalte über Netzwerke und Chats verbreitet wurden. Die Dunkelziffer ist vermutlich hoch. Laut Kriminalstatistik hat sich – unabhängig vom Tatort Schule – im Bereich Kinderpornografie bundesweit die Anzahl der Tatverdächtigen unter 18 Jahren von 1373 im Jahr 2018 auf 7643 im Jahr 2020 vervielfacht.

Video mit Top-Influencer Falco Punch

Wie das bayerische Justiz- und Kultusministerium mitteilten, starten sie die Kampagne „Mach dein Handy nicht zur Waffe“. Im Mittelpunkt steht ein etwa zweiminütiges Video, das zusammen mit einem deutschen Influencer entwickelt wurde: Falco Punch (25 Jahre alt, fast zehn Millionen Follower bei TikTok). Er zeigt den Schülerinnen und Schülern anhand typischer Fälle, wie schnell man sich mit seinem Handy strafbar machen und welche gravierenden Folgen das haben kann. Ziel der Kampagne ist es, jungen Menschen aufzuzeigen, dass die Grenzen zur Strafbarkeit auch in der digitalen Welt nicht überschritten werden dürfen.

Was ist strafbar?

Eine Mädchen im Teenie-Alter sitzt auf dem Boden vor ihrem Bett im Kinderzimmer. Sie wirkt deprimiert. Neben ihr auf dem Boden liegt ihr Smartphone. Darauf sieht man einen Chatverlauf (unleserlich).

In Chat-Apps, Foren und Social Media-Plattformen können genauso Straftatbestände verwirklicht werden. Strafbar sind beispielsweise:

  • Kinder- oder jugendpornografische Bilder und Videos über Chatgruppen zu versenden oder diese zu besitzen. Daher können sich auch Nutzer strafbar machen, wenn sie kinderpornografische Bilder – unaufgefordert – über Chatgruppen zugesandt bekommen und diese nicht unverzüglich löschen oder den zuständigen Stellen melden.
  • Freiwillig fotografierte Nacktfotos von sich selbst, der Freundin oder dem Freund ohne deren Einwilligung zu schicken.
  • Beleidigende Äußerungen in sozialen Netzwerken zu posten.

Weiter Informationen gibt es auf der Webseite machdeinhandynichtzurwaffe.de.

Mit Material von Bayerisches Justiz- und Kultusministerium
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