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Feminismus

KLJB Bayern erzählt Frauengeschichten

Carmen Knorr
Carmen Knorr
am Montag, 03.10.2022 - 09:00

Die Katholische Landjugendbewegung Bayern will mit ihrem neuen feministischen Werkbrief die Gleichstellung von Mann und Frau in der Kirche fördern.

Alexandra-Fröhlich-Werkbrief-Frauengeschichten-KLJB: Sie hält stolz das neue Buch in der Hand und lächelt.

Dieser Werkbrief ist ein „feministischer Werkbrief“, steht im Vorwort von „Frauengeschichten – Gerecht. Leben. Gestalten“. Die Katholische Landjugendbewegung Bayern (KLJB) will damit vor allem Frauen das Wort geben. Vergangene Woche stellte ihn die KLJB-Redaktion in einem „hybriden“ Gespräch vor. Ein Teil traf sich zur traditionellen Werkbrief-Brotzeit in der Landesstelle der KLJB Bayern in München, ein Teil schaltete sich online dazu. Ab sofort ist er unter landjugendshop.de erhältlich.

Gleiche Rechte für Männer und Frauen in der Kirche

„In den kirchlichen Jugendverbänden wird Gleichberechtigung der Geschlechter bereits seit Jahren gelebt. Aber nicht überall in Kirche und Gesellschaft ist das so: Frauen werden an vielen Stellen noch nicht die gleichen Rechte eingeräumt wie Männern. Darum hat auch jede Frau ihre ganz eigene Geschichte zu erzählen“, so die Werkbrief-Autoren. Doch nicht alle im Werkbrief abgedruckten Geschichten werden von Frauen erzählt, auch einige Männer schreiben über ihren Umgang mit Frauen. Unter anderem Jakob Sattler, KLJB-Diözesanvorsitzender München und Freising: Er schreibt über seine Erfahrungen als männlicher Erzieher, mit welchen Vorurteilen er dabei kämpfen muss, und er geht dabei der Frage nach, woher diese Stereotype kommen.

Handreichung für die kirchliche Jugendarbeit

Auf den ersten 70 Seiten gibt es Geschichten aus der Bibel, aus der Berufswelt, aus der Kirchengeschichte und aus der Frauenbewegung von 1968. Auf den restlichen 36 Seiten werden zahlreiche Praxisgeschichten erzählt und viele Ideen gezeigt, wie man Gleichberechtigung der Geschlechter in der kirchlichen Jugendarbeit innerhalb von Gruppenstunden oder Aktionen vor Ort vermitteln kann. Denn die beschriebenen Frauengeschichten sind nicht nur zum Lesen gedacht: „Sie sollen anregen, die eigene Geschichte zu schreiben und beizutragen zu einer gerechteren Gesellschaft und einer vielfältigeren Kirche“, betont Alexandra Fröhlich. Sie ist ehrenamtliche Landesvorsitzende der KLJB und bildete zusammen mit Michael Bruns (theologischer Referent KLJB), Theresa Schäfer (ehemalige Bildungsreferentin KLJB), Dorothee Schott (Diözesanvorsitzende KLJB München) und Anna Strasser (KLJB Bayern) das Redaktionsteam dieses Werkbriefes.