Jugendarbeit während Corona

Auch die Jugend hat Sorgen

Eine Jugendgruppe wandert gemeinsam auf einer Waldstraße
Carmen Knorr
Carmen Knorr
am Freitag, 28.05.2021 - 11:00

Süddeutsche Landjugendliche appellieren gemeinsam an Entscheidungsträger

"Hört auf die Jugend!“ Das fordert die Bayerische Jungbauernschaft. Zusammen mit dem Bund der Landjugend Württemberg-Hohenzollern, dem Bund Badischer Landjugend und der Landjugend Württemberg-Baden haben sie eine Stellungnahme herausgegeben, mit der sie auf die Sorgen und Nöte junger Menschen in der Corona-Krise aufmerksam machen wollen.

Wie die süddeutschen Landjugendlichen darlegen, werden in öffentlichen Diskussionen junge Menschen seit Beginn der Pandemie nur noch in ihren Rollen als Schüler, Azubis, Studierende oder Arbeitende wahrgenommen. Es dürfe jedoch nicht vergessen werden, dass „wir noch ein Leben neben Ausbildung und Arbeitsplatz haben“, schreiben sie.

Psychische Auffälligkeiten bei Kindern

Laut der „Copsy-Studie“ des Uni-Klinikums Hamburg-Eppendorf zeigt etwa ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen psychische Auffälligkeiten durch die Einschränkungen in ihrer Freizeit und im Sozialleben während der Corona-Pandemie. Hinzu kommt, dass auch der Körper durch den Bewegungsmangel leidet.

Die Landjugend-Verbände wünschen sich deshalb „gezielte Anstrengungen, um Ausbildungsstätten genauso wie Freizeitstätten offen zu halten oder wieder öffnen zu können sowie Sozialkontakte zu ermöglichen.“ Zudem fordern sie verstärkte Förderprogramme, um das ehrenamtliche Leben wieder anzukurbeln.

Gerade im ländlichen Raum spielt ehrenamtliches Engagement eine tragende Rolle: egal ob Feuerwehr, Sportverein oder Landjugend. Die jeweiligen Vereine und Organisationen bieten vielfältige Möglichkeiten für außerschulische Bildung und Freizeitgestaltung.

Mitglieder kehrennicht in Vereine zurück

„Daneben trägt ehrenamtliches Engagement zur Persönlichkeitsbildung junger Menschen bei“, heißt es in der Stellungnahme. Weiterhin befürchten die Landjugendverbände, dass durch die lange Pause ein „Bruch“ entstanden sei und dass einige Mitglieder nach der überstandenen Krise nicht mehr zurückkehren werden. Um diesem Phänomen entgegenzuwirken, schlossen sich die süddeutschen Verbände zusammen, um geeint an die Entscheidungsträger zu appellieren.

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