Engagement

Gute Gründe für das Ehrenamt

Carmen Knorr
Carmen Knorr
am Mittwoch, 25.08.2021 - 14:55

Soziale Verantwortung, Selbsterfahrung, Karrierechancen und mehr: Wir haben sechs Gründe zusammengefasst, warum es sich lohnt sich ehrenamtlich zu engagieren.

Drei Menschen stehen mit dem Rücken zum Betrachter. Sie legen jeweils die Arme auf die Schulter der anderen. Links ein Mädchen, Mitte eine junger Mann, rechts ein älterer Mann. Sie tragen die gleiche grünen, weiten T-Shirts über ihre eigentliche Kleidung. Die Geste symbolisiert Teamgeist.

In Deutschland engagieren sich 39,7 % der Bevölkerung, die über 14 Jahre alt sind, ehrenamtlich. In ländlichen Regionen sind es sogar 41,6 %. Das besagt eine Studie der Deutschen Freiwilligensurvey von 2019. Die Verbrauchs- und Medienanalyse (2018) grenzt die Gruppen der Ehrenamtlichen noch weiter ein: Die Mehrheit ist über 50 Jahre alt. Doch auch für junge Leute kann sich ein Ehrenamt lohnen.

Freiwilliges Engagement ist Vielseitig. Es reicht von der Rettung in der Not oder bei Feuer und Naturkatastrophen, bis hin zu den Aufgaben in den verschiedensten Vereinen, Verbänden, Parteien oder Kirchen, beim Begleiten von Menschen mit Beeinträchtigungen im Alltag oder für mehr Integration von Geflüchteten.

Ehrenamtliches Engagement lohnt sich

Wir haben sechs gute Gründe für das Ehrenamt zusammengefasst:

  • Soziale Verantwortung: Bei einer ehrenamtlichen Tätigkeit kann man etwas zu einer Sache beitragen, die einem selbst wichtig ist. Egal ob es dabei um Menschen, Tier oder die Umwelt geht. Nebenbei macht Helfen Spaß und glücklich; das hat die Glücksforschung wissenschaftlich nachgewiesen. Zudem gibt die Beschäftigung oft Halt und eine Routine im stressigen Alltag.
  • Selbsterfahrung: Egal, welcher Tätigkeit man in seinem Ehrenamt nachgeht, man lernt immer Neues und sammelt reichlich praktische Erfahrung. Es stärkt das Selbstbewusstsein und die eigene Sozialkompetenz. Gleichzeitig kann man eigene Kenntnisse und Erfahrungen weitergeben und diese ausbauen. Oft gibt es sogar die Möglichkeit, Weiterbildungen und Workshops im Rahmen des Ehrenamts zu machen. Dabei kann man sowohl persönlich, als auch beruflich profitieren.
  • Soziale Bindung: Im Ehrenamt ist man selten alleine. Dabei lassen sich oft Kontakte knüpfen oder sogar Freunde finden. Vereine, Hilfsorganisationen und Co. werden dem Wunsch nach Gemeinschaft sehrwohl gerecht. Man lernt unterschiedliche Leute und je nach Tätigkeit, auch Kulturen kennen. Dabei kann man sich ungezwungen ein Netzwerk aufbauen, auf das man zurückgreifen kann.
  • Karriere: In vielen Branchen hat man die Chance, sich beruflich auszuprobieren und seine beruflichen Fähigkeiten auszubauen. Oft wird ein Ehrenamt auch mit einem Praktikum gleichgesetzt – im Hinblick auf die gesammelte Erfahrung. Ein Ehrenamt kann somit auch zur Orientierung im Berufsleben sorgen und bei der Entscheidung bezüglich eines Berufswunsches beitragen. Gleichzeitig kann man wertvolle Arbeitskontakte knüpfen. Immer häufiger schauen Arbeitnehmer im Lebenslauf auch auf ehrenamtliches Engagement –auch weil es für Lebenserfahrung und Selbstständigkeit spricht.
  • Politische Verantwortung: Wer seine eigenen Interessen und die der Gesellschaft vertreten und mitgestalten will, kann sich in Verbänden oder Parteien ehrenamtlich einbringen. Nur wer selbst aktiv wird, kann etwas bewegen.
  • Selbstwert: Ehrenamtliches Engagement verbessert nicht nur die Lebenssituation derer, die durch das freiwillige Engagement profitieren. Es trägt auch zur Verbesserung des eigenen Selbstwertgefühls bei und sorgt für persönliches Wachstum. Für seine Hilfe und sein Engagement bekommt man viel zurück: vor allem Dankbarkeit, ein anerkennendes Lob, Respekt und Wertschätzung.