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Abschlussfeier

Grainauer Grundkurs: Lebensfreude auf Augenhöhe

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Antonia Reindl
am Mittwoch, 23.03.2022 - 15:55

Der 68. Grainauer Grundkurs wurde im Seminarhaus in Grainau musikalisch und mit vielen bildhaften Momenten verabschiedet.

Grainau Jedes gezeigte Foto bekam ein Lächeln oder gar ein herzhaftes Lachen: Mit Bildern ließen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 68. Grainauer Grundkurs die zurückliegenden zehn Wochen Revue passieren. Vergangenes Wochenende feierten sie im Seminarhaus Grainau ihren Abschluss. Jeder anwesende Gast merkte durch den bewegenden Rückblick sofort: Die jungen Menschen hatte eine rechte Gaudi. Mehr noch, sie haben viel gelernt – für ihre Betriebe und für ihr Leben.

Lebensfreude ließ sich durch Corona nicht trüben

„Man muss dem, was wachst, eine Reifezeit geben“, resümierte Schulleiter Reiner Schmelz in seiner Rede. Gereift seien nun „21 stramme Mädels und Burschen“. Keinen Hehl machte er außerdem daraus, dass „über den ganzen Kurs Corona gehängt war“. Nichtsdestotrotz seien die Teilnehmer mit „so viel Lebensfreude“ dabei gewesen und lauter Individualisten: „Jeder im Kurs ist etwas Besonders, aber keiner etwas Besseres“, betonte Schmelz. Diese Lebensfreude sollen die 15 Burschen und sechs Mädels nun mit nach Hause nehmen.

„Bringt eure Betriebe voran“, appellierte Ralf Huber, BBV-Bezirkspräsident Oberbayern, und beschrieb Landwirtschaft als „Lebensgefühl“. Die stellvertretende Landrätin Tessy Lödermann sprach über die „einzigartige Kulturlandschaft“ im Landkreis, die „geprägt von der Landwirtschaft“ sei. Herwig Leipert, Vorsitzender des Heimstättenvereins, gestand, heuer die Abschlussfeier in Präsenz geplant zu haben, „sei ein Wagnis“ gewesen, aber ein gelungenes, und blickte auf ein Publikum mit Freunden und Familie. Er lobte die Grundkusler, die Disziplin und Verantwortungsbewusstsein gezeigt hätten – trotz all der Lebensfreude und deren „Auswüchsen“.

Volles Programm entfacht Feuer

Die ausgewachsene Lebensfreude ließ sich nicht bestreiten, als die Kurssprecher Elisabeth Friedrich und Hardi Hinterholzer die vergangenen zehn Wochen mit den Bildern vorstellten: Betriebsbesichtigungen, Lernen, Sporteln, Tanzen, Trinken, Exkursionen nach Sachsen, Brüssel, Helgoland. „Wir haben unser Leben geteilt – und unseren Alltag“, erinnerte Friedrich. Ein Bild, auf dem man einige Teilnehmer mit unterschiedlichen Körpergrößen sieht, führte Hinterholzer zu der Metapher: „Im Kurs gibt’s unterschiedliche Größen, aber auf Augenhöhe sind wir alle!“ Friedrich beschreibt weiter: „Bei uns ist ein Feuer entfacht worden.“ Die Funken aus diesem Feuer wollen die Grundkursler nun in ihrem Alltag weitergeben.

Am Ende überreichten die Teilnehmer Geschenke an alle, die ihnen zehn unvergessliche Wochen beschwert haben. Damit das Seminarhaus den 68. Grundkurs nicht vergisst, hinterließ die Gruppe zwei besondere Erinnerungsstücke: Ein Holzbrett, das mittel eines Spiels einen feuchtfröhlichen Abend verspricht und eine gerahmte Foto-Collage. Zum Abschied zeigte die Gruppe noch einmal ihr Können, mit einem Lied, das sie in der Nacht zuvor komponiert haben: Die schiefen Töne nahmen sie mit Humor und gingen mit reichlich Lebensfreude von der Bühne.

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