Wettbewerb

Ausbilder: Ein Preis für die Besten

Staatsehrenpreis
Peter Budig
am Freitag, 25.09.2020 - 16:30

Das bayerische Landwirtschaftsministerium verleiht einen neuen Staatsehrenpreis für „Vorbildliche Ausbildung in der Landwirtschaft“. Ab dem 1. Oktober können sich Ausbildungsbetriebe bewerben.

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Fördern – Fordern – Voranbringen!“ Das ist das Motto des neuen Staatsehrenpreises für vorbildliche Ausbildung in der Landwirtschaft, den die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber auf den Weg gebracht hat. Der Staatsehrenpreis wird in Zusammenarbeit mit dem Verband für landwirtschaftliche Fachbildung in Bayern (vlf) und dem Verband landwirtschaftlicher Meister und Ausbilder in Bayern (vlm) verliehen. Der Preis ist besonders attraktiv, weil er nicht nur einem Ausbildungsbetrieb verliehen wird, sondern allen Teilnehmern, welche die erforderliche Mindestpunktzahl erreichen.

Warum wird der Staatsehrenpreis verliehen?

Die Ministerin will einerseits für den Beruf des Landwirtes werben, der ausgezeichnete Standards aufweist. Andererseits sollen Betriebe benannt und gefördert werden, die „mit beispielhaften Konzepten Maßstäbe in der Ausbildung von jungen Menschen setzen“, so Kaniber.

Wie kann man Staatsehrenpreisträger werden?

Jeder bayerische, staatlich anerkannte Ausbildungsbetrieb in der Landwirtschaft kann teilnehmen. Eine Mitgliedschaft in einem berufsständischen Verband ist keine Voraussetzung für die Bewerbung. Wer sich bewerben will, muss zunächst die Fristen einhalten, eine Bewerbung ist vom 1. Oktober bis 30. November 2020 möglich. Die Bewerbungsunterlagen kann man ausschließlich online herunterladen, unter folgendem Link: www.stmelf.bayern.de/berufsbildung/vorbildl_ausbildung/index.php

Der Online-Bewerbungsbogen fragt Standards der Ausbildung ab. Persönlich erteilt der Ausbilder Auskunft über seine Motivation, seine Ziele oder über Mitarbeiterführung. Das Engagement als Ausbilder in Prüfungsausschüssen oder als Referent wird ebenso bewertet, wie zum Beispiel der Kontakt des Ausbilders zur Berufsschule. Welche Noten haben frühere Auszubildende erzielt? Wie werden sie bezahlt, welche Zusatzleistungen bietet der Betrieb (Kleidung, Fahrtkosten, ...)? Das alles sind relevante Fragen. Und schließlich die wichtige Frage, ob und wie der Azubi auf die Abschlussprüfung vorbereitet wird.
Die Teilnahme am Staatsehrenpreis kostet eine Gebühr von 150 €. Die ersten 100 Bewerbungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs zum Bewerbungsverfahren zugelassen und in das Prüfverfahren aufgenommen.

Wie wird bewertet?

Der Online-Bogen bildet die Grundlage für die unabhängige Prüfungskommission, die nicht mit Vertretern aus der Region des Bewerbers besetzt ist. Für die einzelnen Fragen werden Punkte vergeben. Die Bewertungskommission besichtigt während des Bewertungsverfahrens außerdem stichprobenartig einzelne Betriebe. Alle Betriebe, die die erforderliche Punktzahl erreichen, werden prämiert.

Was haben Betriebsleiter von einer Teilnahme?

Die Zahl der insgesamt auf den Markt tretenden, potenziellen Auszubildenden nimmt in der Landwirtschaft stetig ab – gute Ausbildungsbetriebe sind gesucht! Der Staatsehrenpreis ist deshalb eine Werbung für die landwirtschaftliche Ausbildung. Die teilnehmenden Betriebe legen zum einen vor sich selbst Rechenschaft ab, über ihre Ausbildungsstandards und profitieren durch die Anregungen. Wer den Staatsehrenpreis erhält, darf außerdem mit dem Logo werben, außerdem werden alle prämierten Betriebe auf der Internetseite des Landwirtschaftsministeriums veröffentlicht.

Wann werden die Staatsehrenpreise verliehen?

Landwirtschaftsministerin Kaniber ehrt die ausgezeichneten Betriebe im Frühjahr 2021 im Staatsministerium für Landwirtschaft.