Landjugend

Arge Landjugend: Zwischen Resümee und Planung

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Carmen Knorr
Carmen Knorr
am Donnerstag, 31.12.2020 - 06:10

Die Arge Landjugend traf sich zum letzten Mal in diesem Jahr. Sie sprachen über ihre Aktionen 2020 und planten für die Zukunft.

Die Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Landjugend im Bayerischen Bauernverband (Arge) beschließt 2020 digital. Bei ihrem letzten Termin dieses Jahr resümierte sie ihre große Aktion „Green Friday“ und informierte sich über die kommenden Reformen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und dem damit verbundenen offenen Brief der Jugendorganisationen an die EU-Kommission. Außerdem plante sie die Wiederbelebung des Konzepts einer Arge auf Bezirksebene.

Erfolgreicher Green Friday

Ende November startete die Arge mitsamt seiner Mitglieder, Evangelische Landjugend (ELJ), Katholische Landjugendbewegung (KLJB) Bayern und Bayerische Jungbauernschaft (BJB) sowie dem Bayerischen Bauernverband (BBV) eine Aktionswoche namens Green Friday. Jetzt werteten sie die Ergebnisse aus. Insgesamt bekamen die Landjugendverbände eine „durchweg positive Rückmeldung“, wie es der Arge- und BJB-Vorsitzende Georg Rabl zusammenfasst. Sie konnten zwar hauptsächlich Landjugendliche erreichen, haben an einigen Punkten aber auch ihr „Blase“ durchbrochen und Verbraucherinnen und Verbraucher sowie landwirtschaftsferne Organisationen erreicht. Auch einige Direktvermarker sind aufmerksam geworden und haben die Aktion auf ihrer Webseite geteilt.

Ausbau der Gegenaktion zum Black Friday geplant

Nächstes Jahr soll die Aktion weiter ausgebaut werden. So sollen noch konkretere Handlungsanweisungen verteilt, die grundsätzlichen Ziele intensiver thematisiert sowie die Inhalte erweitert werden. Außerdem will sich nächstes Jahr auch der Landesverband Bayerischer Jungzüchter (LBJ) mit einer eigenen Aktion beteiligen.

Offener Brief zur Agrarpolitik diskutiert

Stefan Meitinger aus dem Fachbereich „Agrar- und Umweltpolitik“ des BBV gab den Arge-Mitgliedern einen Überblick zur EU-Agrarpolitik. Hintergrund für die erneute Weiterbildung ist ein Offener Brief der Jugendorganisationen auf Bundesebene an die EU-Kommision zur Reform der GAP. Die Jugendverbände auf Landesebene, ELJ, KLJB Bayern, BJB und LBJ kannten diesen Brief bisher nicht im Detail. Nach der inhaltlichen Vorstellung durch Meitinger konnten sie den Inhalten größtenteils zustimmen. Allerdings sind sie ihnen zu sehr auf die Themen Klima und Biodiversität reduziert. Ihrer Meinung nach sollte man auch die Auswirkungen neuer Modelle betrachten und nicht nur mögliche Vorteile.

Statement zum Thema GAP

Ein Porträt der Landesgeschäftsführerin der BJB, Isabella Karl. Sie hat schulterlange braune Haare, lächelt. Sie trägt einen karierten Blazer, einen gemusterten weinroten Schal und ein schwarzes T-Shirt.

Isabella Karl, Landesgeschäftsführerin der BJB:

„Die Zukunft der bäuerlichen Landwirtschaft in Bayern ist stark von der GAP-Reform abhängig. Damit diese weiter bestehen kann, brauchtes eine praxisorientierte Lösung und die Modellentwürfe sollten von allen Seiten betrachtet werden. Die Betriebe in Europa und in Deutschland sind unterschiedlich aufgestellt und für alle muss die Reform passen – das soll nicht zum Nachteil der bayerischen Betriebe werden. Die Wettbewerbsfähigkeit muss erhalten bleiben, trotz höherer Anforderungen zu Umwelt-, Haltungs- und Betriebsformen.“

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