Ehrenamtliches Engagement

Arge Landjugend informiert sich über Bildung

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stehen in einem Innenhof. Sie halten den Corona-Abstand ein.
Theresia Sailer - BBV
am Montag, 02.08.2021 - 10:37

Die bayerischen Landjugendverbände informieren sich über Aus-, Weit- und Fortbildung und planen ihre Aktionen für das Jahr 2021.

Fast neun Monate haben sich die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft der Landjugend im Bayerischen Bauernverband (Arge Landjugend) nur in digitalen Sitzungen gesehen. Vergangene Woche war die Freude groß: Die Vertreterinnen und Vertreter der Bayerischen Jungbauernschaft (BJB), der Evangelischen Landjugend (ELJ) und der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) Bayern trafen sich endlich wieder „live“. Als Tagungsort wählten sie das Haus der Bayerischen Landwirtschaft (HDBL) in Herrsching am Ammersee.

Die Liste der Themen war lang: die anstehenden Verbandswahlen im Bauernverband, die Arge-Aktion Green Friday, Beratungsangebote für junge Landwirtinnen und Landwirte, der Top-Kurs und mehr. Unter anderem stimmten die Arge-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer einstimmig dem Papier „Ackerstatus ohne Grünlandumbruch erhalten“ zu, das die KLJB Bayern in einer der letzten Sitzungen eingebracht hatte. Die Arge Landjugend positioniert sich somit einstimmig dazu.

Grundkurse für Studenten ansprechend gestalten

Zu Gast bei der Arge Landjugend war Gunther Strobl, Leiter des HDBL. Er stellte den Landjugendlichen die Bildungsangebote des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) speziell für junge Menschen vor. Eine Besonderheit sind dabei die beiden bekannten Grundkurse für junge Menschen aus der Landwirtschaft: Der Herrschinger und Grainauer Grundkurs bieten jungen Erwachsenen mit landwirtschaftlichem Bezug die Chance, sich beruflich zu qualifizieren sowie die allgemeine und politische Bildung zu vertiefen.

Auch Strobl schätzt den Austausch mit der Arge Landjugend und hat sich neue Ideen für Bildungsangebote und deren Verbreitung eingeholt. Denn bei den Grundkursen nehmen überwiegend Schülerinnen und Schüler sowie Absolventen der Landwirtschafts- und Meisterschulen teil. Die Arge hat sich überlegt, wie die Kurse künftig mehr Studierende ansprechen und bestenfalls in deren Studium integriert werden können.

Bewerben für Top-Kurs und Auslandspraktika

Für Nachwuchskräfte in Führungspositionen der landwirtschaftlichen Interessensvertretung hat der BBV ein weiteres Angebot: den Top-Kurs der Andreas-Hermes-Akademie. Dieser findet jedes Jahr im Januar und Februar überwiegend in Bonn statt. Teil des Programms sind aber auch Reisen nach Berlin, Brüssel, Rom und Marokko. Bewerbungen für den nächsten Kurs 2022 nimmt der BBV noch bis zum 10. August entgegen.

Als weiterer Gast motivierte Johannes Dietrich (BBV) die Landjugendverbände, für Auslandspraktika zu werben. Unter dem Motto „Wer über den Tellerrand schaut, sieht weiter!“ vermittelt der BBV auch Auslandspraktika, die oft neue berufliche Perspektiven eröffnen. Weitere Infos gibt es unter bayerischerbauernverband.de/auslandspraktikum.

Ein Statement zum Thema Ackerstatus:

Eine junge Frau mit blauem Oberteil und sympathischem Lächeln steht auf einer Terrasse. Es ist ein Sommerabend und hinter ihr sieht man auf den Ammersee.

Antonia Kainz, Landesvorsitzende der KLJB Bayern:

„Wir vom Landesverband der KLJB Bayern haben im Februar den Beschluss ‚Ackerstatus auch ohne Grünlandumbruch erhalten‘ gefasst. In vielen Gesprächen gaben uns Politikerinnen und Politiker viel Zuspruch, an dem Thema dranzubleiben. Es gibt einfach bessere Lösungen, wie man ein unnötiges Durchpflügen vermeiden kann, etwa eine Stichtagslösung. Es zeichnet sich bereits ab, dass hierzu auf Bundesebene Verbesserungen auf den Weg gebracht werden. Das freut uns als Arge Landjugend sehr.“

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