Sommerzeit

Volksfest dahoam mit Steckerlfisch

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Carmen Vitzthum
am Donnerstag, 30.07.2020 - 14:58

Corona nimmt uns die Volksfest- und Kerwa-Saison. Aber nicht mit uns: Der Gaumenschmaus Steckerlfisch lässt sich zuhause machen.

Die Fischbude und Steckerlfischbraterei gehört zu Kerwa und Volksfest dazu. Manche gehen nur deshalb auf den Festplatz. Deshalb fehlt vielen Fischliebhabern auch derzeit dieser Gaumenschmaus. Dabei kann man Steckerlfisch einfach mit ein wenig Geschick daheim selber machen. Wer keine spezielle Halterung für seinen Grill hat, kann sich mit Haselnusszweigen und einer Getränkekiste behelfen.

Zum Grillen braucht man

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So viele Stöcke wie Fische, von einem Haselnussstrauch oder Vierkanthölzer mit 1 cm Stärke aus dem Baumarkt. Je nach Grill variiert die Länge. Außerdem einen Holzkohlegrill oder ein Lagerfeuer, ein bis zwei leere Getränkekisten und vier schwere Steine. Die Stöcke müssen vor dem Grillen vorbereitet werden.

Nimmt man frische Stöcke vom Baum, sollte man einen etwa 40 cm langen Bereich, auf den die Fische später gesteckt werden entrinden. Das Ende der entrindeten Seite sollte zudem zu einer Spitze zugeschnitzt werden.

Auch die Vierkanthölzer sollten an einem Ende zugespitzt werden. Sie haben den Vorteil, dass sie später auf der Grill-Konstruktion einen besseren Halt bieten.

Damit sie später nicht anfangen zu brennen, sollten sie vor dem Grillen mindestens eine Stunde in Wasser eingelegt werden. Frische Stöcke direkt vom Baum sind von Natur aus noch feucht. Als nächstes können die Fische vorbereitet werden.

Zubereitung der Fische

Zuerst die drei S anwenden: Säubern, Säuern, Salzen. Dafür die Fische mit frischen Wasser auswaschen und mit Küchenpapier abtupfen. Mit dem Saft der Zitrone und danach mit Salz einreiben. Als nächstes die Marinade zubereiten (Zutaten siehe nächste Seite).
Dafür die Kräuter grob hacken und alle Zutaten vermengen. Die Fische großzügig damit einreiben und in einer großen Auflaufform oder Schüssel, gut abgedeckt mindestens 10 bis 12 Stunden (am besten über Nacht) im Kühlschrank ziehen lassen. Die restliche Marinade aufheben und ebenfalls kühl stellen.
Etwa 20 Minuten vor dem Grillen die Fische aus dem Kühlschrank nehmen und auf die Stäbe stecken. Dafür durch das geöffnete Maul den Stock einführen und direkt ab dem Anfang des Rückgrats auf einer Seite zwischen Gräten und Haut stechen. Von da aus vorsichtig, bis etwa 4 cm vor die Schwanzflosse, den Stock weiter durchschieben. An diesem Punkt durch die Gräten durchbrechen und den Stock auf der anderen Seite zwischen Gräten und Haut stecken und ihn bis zum Ende durchschieben – aber nicht durch die Schwanzflosse stechen. Die Spitze des Stocks bleibt im Fisch und soll nicht herausstehen.
Jetzt können die Fisch gegrillt werden. Dafür steckt man die Stäbe zwischen die Löcher einer leeren Getränkekiste am Boden. Damit diese nicht umkippt, wird sie mit etwa zwei schweren Steinen beschwert. Die Fische sollten sich nicht direkt über der Glut befinden und einen Abstand von 20 bis 30 cm einhalten. Das besondere bei Steckerlfischen ist, dass sie schräg zur Glut gegrillt werden.
Während des Grillens kann man die Fische immer wieder mit der restlichen Marinade bepinseln, dadurch werden sie knuspriger. Außerdem sollten sie ein paar Mal samt Stab gedreht werden. Bis der Fisch fertig ist, dauert es je nach Größe etwa 30 bis 40 Minuten.
Tipp: Die Fische sind gar, wenn sich die Rückenflosse ohne großen Widerstand herausziehen lässt.

Zutaten für die Fische

Vier frische Fische (Makrelen oder Forellen), Zitrone, Salz.
Für die Marinade: je 1/2 Bund Dill, Petersilie, Thymian, 10 g Fenchelsamen,
200 ml Sonnenblumenöl,
1 getrocknete Chilischote.