Nahhaltige Strohhalme

Trinkhalme: Makkaroni-Nudeln tun es auch

Nebeneinander liegen auf einem grauen Tisch verschiedene Alternativen für Plastikstrohhalme (v. l.): Metall, Glas, Bambus, Papier, Nudel
Maria Burkhardt
Maria Burkhardt
am Donnerstag, 19.08.2021 - 10:00

Seit Anfang Juli sind Einwegstrohhalme aus Plastik verboten. Was können die nachhaltigen Strohhalm-Alternativen?

Seit 3. Juli sind Einwegstrohhalme aus Plastik verboten, weil sie in Europa wie Getränkeflaschen, Plastiktüten und Wattestäbchen die Strände vermüllen. Kein Grund, traurig ins Glas zu schauen, schreibt die Stiftung Warentest in ihrer Juli-Ausgabe. Neben wiederverwendbaren Trinkröhrchen aus Glas, Edelstahl oder Bambus gibt es inzwischen Trinkhalme aus Getreide, Stärke, Zucker und Papier für den einmaligem Gebrauch. In Sachen Standfestigkeit gibt es deutliche Unterschiede, wobei den Trinkhalmen Heißes schneller zu schaffen macht als Kaltes:

  • Papierhalme weichten im Getränk schnell auf und können mit Schadstoffen belastet sein.
  • Trinkhalme aus Hartweizengrieß überzeugten im Test am ehesten. Sie hielten in kalter Cola relativ lange und können nach Gebrauch weggeknabbert werden. Makkaroni-Nudeln sind viel preisgünstiger, können aber nicht roh verzehrt werden.
  • Getestete Halme aus Stärke waren nicht einheitlich stabil und schmeckten weder fein noch knusprig.
  • Beide Sorten Trinkhalme auf Zuckerbasis knickten schnell ein und schmeckten pappig süß.

Glas und Edelstahl punkten

Die bessere Alternative zu kurzlebigen Einwegvarianten sind laut Umweltbundesamt wiederverwendbare Halme aus Glas und Edelstahl. Bei Glas sieht man sofort, ob sie sauber sind. Edelstahl ist dafür bruchsicher, kann bei heißen Getränken aber unangenehm heiß werden. So oder so, ist für die Reinigung eine kleine Reinigungsbürste von Vorteil. Das Verbot der Einweghalme aus Plastik gilt übrigens für die Hersteller. Händler dürfen Lagerbestände noch abverkaufen, damit die Halme nicht ungenutzt entsorgt werden.